Social Media Seeding: mit Strategie viralen Content platzieren

Die Freude ist riesig, wenn sich deine Inhalte quasi über Nacht viral verbreiten. Das war nur ein Überraschungserfolg? Ok, dann solltest du unbedingt ein paar Dinge bei deinem Social Media Seeding verändern. Denn es geht nicht nur darum, Content nur unters Publikum zu bringen und die Hände in den Schoß zu legen. Wenn du weißt, wie du einen viralen Verbreitungseffekt gezielt in Gang bringen kannst, hast du gute Chancen, mit deinem Content das Vertrauen in der Zielgruppe gegenüber deiner Marke zu erhöhen und langfristig deine Business-Ziele zu erreichen. Riesige Budgets benötigst du dafür nicht. In meinem neuen Blogpost erfährst du heute, wie du Weitergabe-Impulse bei deinem Content auslösen und so treffsichere Botschaften platzieren kannst.

# Strategisches Content Seeding vs. Viral Seeding

Besser als sich nur auf Google zu verlassen ist es selbst aktiv zu werden und Inhalte bewusst im Zielgruppenumfeld zu streuen. Um Streuverluste zu vermeiden, solltest du wie immer in der Online-Kommunikation auf einen ausgeglichenen Mix setzen. Zum Beispiel macht es Sinn ein Gewinnspiel über einen reichweitenstarken Blog laufen zu lassen, dazu via Facebook auf die Marke aufmerksam zu machen und im gleichen Zeitraum themenverwandte Blogbeiträge zu pushen. Mithilfe von Meinungsführern und Influencern werden die Inhalte verbreitet und erhöhen die Markenbekanntheit bei deiner Zielgruppe.

Beim Viral Seeding werden bevorzugt lustige oder informative Videos, Grafiken oder Audiodateien von den Nutzern selbst durch Teilen oder Empfehlen verbreitet. Je nach Unterhaltungsgrad des Inhalts passiert das häufig recht schnell und kostengünstig. Doch: einmal gestreut, kannst du den Erfolg deiner Kampagne weder überwachen noch messen. Von Kontrolle kann gar keine Rede mehr sein. Der Content wird zum Selbstläufer. Das kann gut funktionieren, aber auch nach hinten losgehen. Plötzlich entsteht wie aus dem Nichts ein Shitstorm unter einem Beitrag. Da solltest du lieber gleich einschreiten können. Mangelnde Strategie und Unkenntnis haben schon sehr viele Unternehmen bei ihren Social-Media-Aktivitäten scheitern lassen.

Daher solltest du von Anfang an klar definieren, welche Ziele du mit deinem Content erreichen möchtest: Aufbau von Markenvertrauen, Bekanntheit oder Kundenbindung? Überlege zudem, welche Inhalte und Formate für deine Zielgruppe relevant sind und welche Probleme sie im Alltag beschäftigen. Haarausfall in den Wechseljahren oder interessieren Sie sich eher für DIY-Projekte in Haus und Garten? So lassen sich auch die strategischen Schnittstellen entlang der Customer-Journey leichter identifizieren, an denen die Nutzer nach einer Lösung für ihr Problem suchen. Das kann Pinterest oder auch mal ein bestimmtes Portal zu einem Thema sein. Das Alleinstellungsmerkmal und die Story deiner Marke sollten möglichst überzeugend und authentisch in beispielsweise Ratgeberartikeln verpackt werden und auf die individuellen Wünsche eingehen. Gutes Storytelling wirkt sich in jedem Fall positiv auf die Viralität deiner Inhalte aus und ist eine solide Basis für erfolgreiches Social Media Seeding.

# Was macht guten Seeding Content aus?

„The content strategy defines the channel strategy – not the other way around.”

Das Zitat von Joe Pulizzi bringt es auf den Punkt: bevor du dir nicht klar darüber bist, wer deine Zielgruppe ist und über welche Social-Media-Kanäle du sie am besten erreichst, brauchst du keine Gedanken an die einzelnen Aktivitäten und Maßnahmen zu verschwenden. Erst im nächsten Schritt macht es Sinn, die idealen Content-Ideen und Formate zu erstellen. Auf welche Kriterien solltest du dabei viel Wert legen?

Generell sollte dem User das Teilen und Weiterempfehlen deiner Inhalte so einfach wie möglich fallen. Social-Media Buttons in unmittelbarer Nähe zum Beitrag, gut sichtbar angebracht sowie eine konkrete Handlungsempfehlung animieren ihn zum aktiven Seeding. Achte darauf, dass es dabei aus technischer oder inhaltlicher Sicht keine Unstimmigkeiten gibt. Um Kontaktabbrüche zu verhindern, sollten auch die verlinkten Landingpages das Thema behandeln. Wer hat schon Lust sich durch sich andere Seiten zu wühlen, um zu erfahren, was die neue Naturkosmetik-Marke von DM kostet? Besonders unprofessionell wirkt es, wenn in Facebook Ads veraltete Links zu längst ausgelaufenen Gewinnspielen führen. Ein Redaktionsplan unterstützt dich bei deinen Social-Media-Aktivitäten, um abwechslungsreich und doch markenkonform mit deiner Zielgruppe zu kommunizieren.

Auffallen wird immer Content jenseits des Mainstreams. Ganz ehrlich, das tausendste Katzenvideo in einer Woche möchte dann doch niemand mehr in seinem Newsfeed sehen. Kreative Content-Marketers sollten sich auch mal trauen, Content-Neuland zu betreten. Vielleicht ist eine Kooperation im Bereich Content Seeding mit einer verwandten Marke der Weg zum Erfolg? Lieber einmal mehr um die Ecke denken und wirklich interessante Inhalte schaffen. Wie das aussehen kann, zeigt das aktuelle Beispiel.

Best-practice: Der scout24.de Geschäftsbericht – alles andere als langweilig!

Langweilige Tabellen mit Zahlen, Zahlen und noch mehr Zahlen. Bei dem Begriff Geschäftsbericht stellen sich vielen auf Anhieb die Nackenhaare auf. Absolut emotionslos und öde. Ganz sicher kein Content, den Nutzer freiwillig teilen oder weiterempfehlen wollen. Sicher? Das dachte sich wohl auch das Team von scout24 und hat sich mit seinen Content-Experten dieses Jahr für einen komplett anderen Weg entscheiden. Auf bericht.scout24.com ermöglicht das Unternehmen einen Blick hinter die Kulissen von Immobilienscout24 und Autoscout24. Im März erschien jede Woche eine neue Episode der digitalen Story. Was macht das Unternehmen so erfolgreich und warum ist es als Arbeitgeber attraktiv? Für junge Talente der Generation Y genau das passende Format sich ausführlich zu informieren und Vertrauen in die Arbeitgebermarke aufzubauen. Die exklusiv verfassten Inhalte und in den Videos gezeigten Experten untermauern die Kompetenz und Erfolgsstory von scout24.

Hier haben Content-Marketeers einmal mehr Mut bewiesen und sich an etwas besonders Sensibles heran getraut. Sie haben in der Tat etwas Einzigartiges geschaffen und sich selbst so hochwertig positioniert. Da darf man ruhig mal sagen: Chapeau! Gerne geliked und weiterempfohlen!

# Qualitätscontent begünstigt die Massenverteilung

Fakt ist: geteilte Beiträge via Social Media verbessern die Online-Reputation deiner Marke. Wird in den Sozialen Medien über deine Marke gesprochen und diskutiert, ist das umso besser für die Sichtbarkeit im Netz. Mit witzigen Videos erzielst du Aufmerksamkeit, aber förderst du damit auch ein gutes Markenimage? Redaktionell aufbereitete Artikel, die sauber recherchiert sind und zum Beispiel neuste Entwicklungen zu einem Thema aufgreifen, haben ebenfalls ein großes Potential viele Menschen zu erreichen. Aber gerade bei Texten teilt sich oft die Spreu vom Weizen. Denn nur grammatikalisch einwandfreie Texte ohne Rechtschreibfehler und unnatürliche Keyword-Anzahl senden Google die entscheidenden Hinweise, dass es sich um qualitativ hochwertigen Content handelt.

Artikel, die verschiedene Blickwinkel aufzeigen, auch mal in die Tiefe gehen, gefallen eher dem Publikum und werden den eigenen Freunden aus freiem Willen empfohlen. Etwas Social Advertising solltest du dabei schon betreiben. Als gesponserte Posts in XING, LinkedIn oder bei Facebook kannst du mit deinem Unique-Content hohe Reichweiten erzielen. Die Auswahl der passenden Plattform orientiert sich dabei natürlich am Nutzerverhalten. Du solltest genau wissen, wo und mit wem sich deine Zielgruppe zu ihrem Problem unterhält, um das Aussäen sinnvoll umzusetzen.

# Facebook Gruppen fördern das Social Media Seeding

Viele Unternehmen fragen sich aktuell, ob Facebook für sie überhaupt noch der richtige Kanal ist, um Content an die Zielgruppe zu bringen. Die Zweifel sind berechtigt, denn seit Ende des letzten Jahres ist die organische Reichweite für normale Facebook-Seiten und Unternehmensprofile extrem geschrumpft. Was kannst du tun, um hier noch Content sinnvoll zu seeden und so den Traffic zu deiner Website zu erhöhen? Ein Ausweg ist auf alle Fälle in Sicht: die geschlossenen Facebook-Gruppen eignen sich hervorragend, um Zielgruppen auf deinen Content aufmerksam zu machen und ihn dort wirksam zu verbreiten. In den aktiven Netzwerken herrscht eine Art Kameradschafts-Gefühl und man hilft sich gerne gegenseitig weiter, um die perfekte Problemlösung zu finden.

In der Community aus vertrauten Mitgliedern mit gemeinsamen Interessen und Bedürfnissen wird neuer Content leichter angenommen und verbreitet. Da wird in Beauty-Gruppen schon mal gerne über das beste Mittel gegen Schwangerschaftsstreifen oder die neusten Haarfrisuren lebhaft diskutiert. Es lohnt sich für dich, in aktiven Gruppen zu deinen Themen regelmäßig den Diskussionen zu folgen und zum richtigen Zeitpunkt relevanten (Branded) Content einfließen zu lassen.

Orientieren sich die Inhalte an den Bedürfnissen und Zielen der Facebook Gruppe, verbreiten sie sich im Nu weiter. Das steigert nicht nur die Online-Markenbekanntheit sondern erhöht auch die Neukundenkontakte. Die Posts sollten dann möglichst so gestaltet sein, dass einschlägige Fragen beantwortet werden und die User ohne Umwege eine Lösung für ihr Problem finden. Zu einigen Themen gibt es sehr viele Gruppen, doch nur in wenigen sind die Nutzer tatsächlich aktiv. Wichtig ist nur den Überblick beim Seeding zu behalten und anschließend das Social Media Monitoring nicht zu vergessen. Ganz unkompliziert und komfortabel kannst du das Seeding mit der Social Pipeline von contentbird steuern. Verfasse Content im Editor, bestimme den genauen Zeitpunkt der Veröffentlichung und die Anzahl im Rahmen deiner Social Media Strategie. Eine Vorschau verhindert das Aussäen von bereits veröffentlichten Inhalten. Den Erfolg deiner Kampagne kannst du anschließend mit contentbird messen und dokumentieren.

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Mein Fazit:

Nicht nur bei der Content Erstellung und der Auswahl der richtigen Social Media Kanäle müssen Content Verantwortliche ganzheitlich denken. Um ihre langfristigen Ziele zu erreichen, ist es wichtig auch beim Social Media Seeding strategisch vorzugehen. „Qualität statt Quantität“ und dazu der passende Ort im Zielgruppenumfeld sind entscheidend, ob ein Beitrag viral rockt oder ungesehen auf einem Blog vor sich hin schlummert. Ein Netzwerk aus einflussreichen Bloggern und Experten begünstigt die Verbreitung deiner Inhalte und hilft dabei, die Kompetenz deiner Marke nachhaltig zu untermauern.

Der ultimative Content Marketing Fahrplan

Iris Staron

Iris kommt ursprünglich aus dem Brand Marketing der Konsumgüterindustrie und ist seit 2014 mit viel Herzblut als freie Online-Texterin tätig. Zum Portfolio der Diplom-Kauffrau (FH) zählen Blogbeiträge, Fach- oder Ratgeberartikel, sowie Web-Texte rund um die Themen Content Marketing, Food, Lifestyle, und Familie. Mehr dazu auch auf www.diemarkenmacherin.de

Bildnachweis: CC0 Creative Commons
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