Google Penguin Update – 1 Pinguin, 3 spannende Fragen & 12 Experten

Kein Update in der letzten Zeit hat mich und auch viele meiner Kollegen so sehr beschäftigt wie das Google Penguin Update.

Ist Linkaufbau in der Form, wie er betrieben wird noch sinnvoll? Was genau hat nun dazu geführt, dass einige Seiten Positionen verloren haben? Wie kann man reagieren? Diese und weitere Fragen musste man sich stellen, auch wenn natürlich die „Exact-Match-Ankertext-Risiken“ – die eine sehr entscheidende Rolle beim Penguin-Update gespielt haben – bekannt waren, dennoch funktionierte diese Methode und brachte teilweise sehr schnell gute Ergebnisse mit sich.

Um ein bisschen Klarheit zu schaffen und Einschätzungen aus verschiedenen Blickwinkeln zu dieser Thematik zusammenzuführen, habe ich mir ein Interview mit 12 Experten überlegt und nach dem Motto „1 Pinguin, 3 Fragen und 12 Experten“ für Euch aufbereitet. Ich denke es sind viele spannende und auch teilweise sehr unterschiedliche Antworten dabei, aus meiner Sicht besonders Interessantes habe ich fett markiert und zudem noch einige Sätze in einer Sprechblase herausgestellt.

Folgende Experten/Speaker/SEOs sind im „Penguin-Interview“ dabei:

Marcus Tober Marco Janck Fabian Rossbacher Dominik Wojcik
Marcus Tober ist Geschäftsführer des bekannten SEO Toolanbieters searchmetrics GmbH. Marco Janck ist Geschäftsführer der SEO Agentur SUMAGO und Veranstalter der SEO (Un)Konferenz SEOCampixx. Fabian Rossbacher ist in unterschiedlichen SEO-Bereichen aktiv und veranstaltet den SEODay in Köln. Derzeit mit einem spannenden EM-Gewinnspiel! Dominik Wojcik (auch bekannt als BöserSEO), war jahrelang SEO bei Rocket Internet. Derzeit konzentriert er sich auf seine SEO Agentur Trust Agents.
Andreas Graap Frank Doerr Julian Dziki Thomas Gruhle
Andreas Graap ist Geschäftsführer der ANGRON GmbH und konzentriert sich auf skalierbares Linkmarketing. Frank Doerr ist Geschäftsführer der spinpool GmbH, die sich auf SEO-Consulting und Linkaufbau konzentiert. Julian Dziki ist Experte unterschiedlicher SEO- und Linkaufbaudisziplinen. Er ist Geschäftsführer der SEOKRATIE GmbH und bloggt erfolgreich unter www.seokratie.de. Thomas Gruhle ist Geschäftsführer der Berliner SEO-Agentur Barketing IMS GmbH.
Björn Tantau Sasa Ebach Jens Fauldrath Nicolai Kuban
Björn Tantau ist Spezialist für Social Media, Suchmaschinenoptimierung und Linkaufbau, seit über 12 Jahren im Online Marketing aktiv und derzeit Head of Social Media bei TRG – The Reach Group GmbH tätig. Auf seiner Website schreibt er in regelmäßigen Abständen zu aktuellen Online Marketing Themen. Sasa Ebach ist rennomierter Speaker und Geschäftsführer der VIPEX Organic Link Marketing GmbH, die sich 100%ig auf organischen Linkaufbau fokussiert. Jens Fauldrath ist Speaker auf unterschiedlichsten Events und als Teamleiter SEO der Deutschen Telekom einer der bekanntesten deutschen InHouse SEOs. Nicolai Kuban ist Geschäftsführer der contentbird GmbH, die ein Tool für effizientes und effektives Linkmanagement betreibt.

1. Hast Du Deine Vorgehensweisen beim Linkaufbau oder sogar generell beim SEO nach dem Pinguin Update verändert/überdacht? – Warst Du betroffen?

Marcus Tober: Searchmetrics Projekte waren vom Penguin Update nicht betroffen, aber das Update führt sehr gut vor Augen worauf man beim Linkaufbau achten muss. Nicht umsonst wurde im Vorfeld von einem Update gegen unnatürliche Linknetzwerke und Überoptimierung gesprochen. Aufklärung des Kunden ist daher noch wichtiger geworden, was selbstverständlich mit unseren Daten gut möglich ist.

Marco Janck: Ja, ich war betroffen und will in diesem Zusammenhang sagen, dass ein guter SEO in meinen Augen auch in irgendeiner Weise betroffen sein muss, sonst macht er etwas falsch. Das nur zur Klarstellung, weil sich jetzt viele mit ihrer auch so reinen Weste hinstellen und Müll erzählen. Die Inhouser nehme ich da jetzt mal bedingt raus. Wobei selbst die ja nicht nur ihr Brötchengeberzeug bearbeiten. Das Linkbuilding hat sich im Grunde nicht total verändert, aber etwas neu ausgerichtet. Die Quellen sind nach den Updates alle neu bewertet worden. Ein Vorgang, der im daily business oft ein wenig untergegangen ist. Da haben wir jetzt bessere Prozesse aufgesetzt, um auf Veränderungen besser und schneller reagieren zu können. Gleiches gilt für die Netzwerkquellen, die auch noch tiefer gecheckt wurden. Am Ende haben sich halt die ganzen Quellenlisten deutlich bereinigt und sind ein wenig zusammengeschrumpft. Ich würde mal schätzen, dass 1/3 wirklich in die Tonne gewandert ist.

Wenn man jetzt mal einfach die Zahl 3000 nimmt, dann sind uns 1000 Linkquellen weggefallen. Hört sich jetzt nicht so megaviel an. Ist aber für den Alltag schon echt ein ganze Menge. Neben dem, was übrig geblieben ist, setzten wir aktuell auf mehr exklusive Networks und „normales Marketing“ als Träger für das Linkbuilding. Nach meiner Meinung ist der Markt aber noch nicht soweit die höheren Kosten, die daraus resultieren, wirklich zu tragen. Es wird noch bestimmt ein Jahr dauern bis sich das angepasst hat und die Budgets neu angesetzt werden. Durch gute Vorarbeit werden wir da aber vorbereitet sein und hoffen den „Zwischenhandel“ 😉 soweit wie möglich ausgemerzt zu haben. Fabian Rossbacher: Hallo Nicolai, ersteinmal vielen Dank für die Möglichkeit des Interviews. Ich freue mich dabei zu sein. Und nun zu meiner ersten Antwort auf Deine Fragen: Du meinst wohl nach dem Venice-Update :-). Spaß bei Seite, nach Penguin habe auch ich ganz schön verwundert geschaut. Auch ich war betroffen und zwar mit Pages die 100% clean sind. Dies zeigt mal wieder, dass Google härter wird in Sachen Aufräumen und der sogenannte „Kollateralschaden“ ebenfalls steigt. Ich habe direkt nach dem Update viele Gespräche mit befreundeten SEO’s geführt. Einer hat sogar gesagt, dass SEO kurz nach Penguin eine reine Würfelei sei. Dies kann ich bestätigen und auch heute sehen die Serps nicht viel besser aus, als letztes Jahr. Es gibt kaum gute Ergebnisse, sondern es ist alles Affiliate-verseucht. Mein Vorgehen hat sich erstmal nicht geändert. Seit 1,5 Jahren baue ich keine Sitewide-Links mehr auf, sondern nur noch Content-Links. Dabei achte ich auf einen gesunden Mix bei den Quellen und baue von 10 Links nur noch 1-2 Keywordlinks und mittlerweile 90% in die Tiefe. Dominik Wojcik: Zu deiner ersten Frage: Nein, die Vorgehensweise hab ich nicht geändert. Man muss immer zwischen Spielwiesen und Kundenprojekten unterscheiden. Bei Spielwiesen war auch ich betroffen und hab Positionen verloren, das aber auch zu Recht. Bei von mir betreuten Kunden sieht es anders aus: Diese haben zum Teil sogar stark gewonnen. Andreas Graap: Gibt es Faktoren beim Pinguin Update, die überraschend oder neu sind? Nicht wirklich, oder? Nehmen wir beispielsweise die Ankertexte. Dass man nicht nur mit seinen Money-Keywords auf seine Money-Pages verlinken sollte ist seit Jahren bekannt. Wer sich Gedanken über nachhaltiges und natürlich (wirkendes) SEO gemacht hat, ist nicht betroffen. Für mich hat sich nicht viel geändert seit dem Update. Das Panda-Update hatte da schon mehr Faktoren, bei denen bis dahin noch nicht wirklich bekannt war, dass sie einen Einfluss auf SEO haben. Frank Doerr: Meine Vorgehensweisen habe ich bereits 2010 weiter angepasst, wobei ich schon vorher nie zu derb auf harte Ankertexte gegangen bin. Siehe beispielsweise meinen Artikel unter http://www.seo-scene.de/linkbildung/subpage-penalty-bei-identischen-keywords-in-backlinks-984.html – auch Julian Dziki und Christoph Cemper haben damals darüber geschrieben, insofern ist es eher überraschend, dass es so viele erwischt hat. Ein Zeichen für eine gewisse Lernresistenz in der Szene bzw. hohen Wettbewerbsdruck durch beratungsresistente Kunden. In dieser Hinsicht bin ich auch nicht betroffen. Allerdings gab es Kollateral-Schäden. So ist beispielsweise seo-scene.de mit „SEO“ von Seite 4 aus den Top100 rausgeschossen, dito mit vielen anderen Keys – eine Seite für die ich keinerlei „unnatürlichen“ Linkaufbau betrieben habe, die freiwillig verlinkt wird, hochwertigen Content hat und gepflegt wird. In dieser Hinsicht hat es ein paar hochwertige Seiten von mir erwischt, wo ich dann eindeutig sagen muss: Google macht hier keinen guten Job. Ich kenne auch genügend Kollegen, wo wirklich hochwertige, gepflegte Seiten rausgekegelt wurden und Crab nachgerutscht ist. Aber das wäre Thema für einen eigenen Artikel. Julian Dziki: Ja und Ja. Und zwar mit Projekten, bei denen wir seit 2009 keinen Linkaufbau mehr gemacht hatten. Die hat es ordentlich erwischt, weil man damals einfach viel mehr mit Anchortexten gearbeitet hat. Unsere Strategie haben wir schon vorher geändert und ändern wir ständig, nur eben nicht bei jedem Mini-Projekt. Thomas Gruhle: In jedem Fall sollte man mehr Vorsicht walten lassen. „Muster vermeiden“ ist eigentlich das wichtigste Credo des Updates. Wenn aufgebaute Links eine ähnliche Struktur haben, die Linkquellen sich gleichen, immer von ähnlichen Seitentypen kommen, immer mit vermeintlichen „Ablenklinks“ etc. – dann hinterlässt man Muster, die selbst eine „Blechbüchse“ auslesen kann. Björn Tantau: Beim Pinguin Update war ich selbst nicht betroffen, habe das Update an sich aber zum Anlass genommen, hier und da die Backlinkstrukturen zu überprüfen. Im Zuge dessen sind ein paar Links aufgetaucht, meine eigenen Qualitätskriterien heute nicht mehr erfüllen konnten – insofern hab ich mich von diesen Links dann getrennt. Ob das wirklich notwendig war, kann ich nicht 100%ig sicher beurteilen, aber von Zeit zu Zeit ist es sinnvoll, ein bisschen aufzuräumen. Ansonsten achte ich jetzt noch mehr als früher auf Qualität, wenn es um neue Backlinks geht, deren Generierung ich selbst beeinflussen kann. Leider klappt das natürlich nur bei solchen Backlinks. Bei der natürlichen Verlinkung sind auch mal ein paar „Nieten“ dabei – will man hier nachträglich etwas nachjustieren, dann bleibt wohl nur die persönliche Ansprache des Linkgebers. Sasa Ebach: Ein klares JA! Wie in meinem Vortrag auf der SEMSEO12 (Links after Penguin) erörtert, habe auch ich meine Einstellung weiter angepasst/verschärft. Vor dem P-Day (24.04.2012) habe ich in Gastbeiträgen das Risiko diverser Linkbuilding-Methoden noch als deutlich niedriger eingestuft. Vor allem bei Freeforall-Links (Verzeichnisse aller Art), Kommentarlinks, Tauschlinks, Sponsoringlinks (z. B. auf Konferenzseiten), Presseverteilerspam etc. sollte man Vorsicht walten lassen. Dieser einfach aufzubauende Typ von Link ist nicht grundsätzlich schlecht, aber wessen Linkprofil hauptsächlich aus solchen Links besteht, der steht auf dünnem Eis. Zur Zeit schwirren verschiedenen Zahlen durchs Netz, was kritische Grenzen betrifft. Wer beispielsweise mehr als 60 % Moneykeywords in seinen Linktexten verwendet, der wurde „gefiltert“. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass die Relation von normalen zu aggressiven Linktexten jetzt auf 59 % reduziert werden soll. Wer langfristig stabile Rankings erreichen will, der muss unanfechtbare Taktiken und Methoden einsetzen. Die finden sich im organischen Linkaufbau, den jeder auch für sich selbst betreiben kann. Hier kommen automatisch keine aggressiven Linkmuster zustande. Denn wenn ich als Betreiber von kredit.xy 100 Portale mit einer Linkanfrage anschreibe, dann verlinken sicherlich unter 10 % der Linkgeber mit einem Wunschkeyword wie „Kredit“. Jens Fauldrath: Wir waren nicht von dem Update betroffen. Wir haben aber als altes und großes Webangebot sehr viele Links und eine lange Historie. Ich denke nicht, dass wir hier ein Risiko haben.

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2. Ist Linkaufbau aus Deiner Sicht noch kalkulier- und skalierbar? Stichworte Expired Domains, Linknetzwerke, Linkkauf etc. – wenn ja, wie kann man vorgehen?

Marcus Tober: Einfach kalkulierbar war es nie. Es schien nur so. Grundsätzlich ist Linkaufbau etwas, das man gekonnt optimieren und auch sinnvoll angehen sollte. Die Vorgehensweise dazu hängt von den Zielen ab. In kompetitiven Märkten zu bestehen erfordert weit mehr als nur Linkbuilding, aber ganz wichtig, ohne geht es nicht. Ohne eine holistische Online Strategie wo der User und das Produkt im Vordergrund stehen, ist SEO und Linkaufbau schwierig. Und mein Erfolg hängt auch davon ab, ob man kurzfristig erfolgreich sein möchte mit gewissen Risiken für die Zukunft oder langfristig. Daher kann ich dir eigentlich keine Strategie aufzeigen ob und wie man zukünftig Expired Domains oder Linknetzwerke betreiben sollte. Das ist jedem selbst überlassen, wenn er seine Ziele kennt und dementsprechend handelt. Marco Janck: Expired Domains waren für mich schon immer eine Fehlentwicklung im Linkbuilding. Ich nehme jetzt mal die echten sinnvoll projektierten Sachen raus. Das war schon immer nur für die verlockend, die davon wenig Ahnung hatten bzw. die wussten, dass sie damit nur kurzfristig Gewinn generieren können. Darauf nachhaltig zu setzten war ein Fehler. Die Skalierbarkeit wird mit der Zeit schwinden. Das wird aber auch bedeuten, dass ein Link dann nicht mehr 300 € permanent kostet, sondern 1000 € bis 3000 €. Wie gesagt, da sehe ich den Markt noch nicht. Das Zauberwort wird aber in den nächsten Jahren wieder mal Kreativität lauten. Fabian Rossbacher: Eine gute Frage. Die wenigen Kunden, welche ich betreue, haben mittlerweile verstanden, dass Linkaufbau wie Bogenschießen ist. In einfachen Bereichen kannst Du ziemlich treffsicher eine Kostengröße nennen. Wenn es auf Shorttails oder umkämpfte Bereiche geht, positioniert sich die Zielscheibe um hunderte Meter nach hinten. Ein Kunde wollte neulich für Ratenkredit auf 1 gebracht werden. Da habe ich ihm nur gesagt, dass ich die Zielscheibe schon gar nicht mehr sehen kann und leider auch keine Schätzung abgeben kann, da ich auf so ein wildes Keyword in den letzten 2 Jahren nicht optimiert habe. In der Vergangenheit habe ich sehr sehr viele Expired-Domains und eigene Linknetzte verwendet. Es ist ein Katz-und-Maus Spiel bis Google es enttarnt. Der Aufbau der Netzte ist aufwendig und kostet viel Geld. Wenn sie funktionieren, sind sie super und man kann gut abcashen. Keine Disziplin mehr für den seoprogrammierer. Ich nutze lieber meine guten Kontakte und baue so gute Links. Dominik Wojcik: Ja, ist es. Allerdings sollte man jetzt sehr genau überlegen, wie der Linkmix aussieht. Harte Ankertexte mit Money Keywords sollten gemieden werden. Auch Low Hanging Fruits sind teilweise ein gefährliches Spielfeld. Linkbuilding ist harte Arbeit und sollte so natürlich wie möglich wirken. Expired Domains funktionieren immer noch wunderbar, sofern sie mindestens gut reanimiert wurden. Auch Linknetzwerke funktionieren weiterhin, die Frage ist nur wie gut gepflegt und wie exklusiv diese Netzwerke sind. Wenn von Publishern Listen rumgeschickt werden, sehe ich das mit der Exklusivität und Pflege hingegen kritisch und als zu heißes Eisen. Man darf nicht vergessen, dass Linkkauf ein gefährliches Spiel ist. Und die „blauen Briefe“ von Google der letzten Wochen haben auch einigen Firmen gezeigt, wie gefährlich dieses Spiel ist. Meiner Meinung nach wird Linkbuilding immer mehr in Richtung Content Promotion gehen. Ohne den nötigen Mehrwert wird man es in Zukunft (noch) schwer(er) haben, dauerhaft auf den vorderen Plätzen vertreten zu sein.

Natürlichkeit, sowohl auf der Seite als auch im Linkprofil, ist das Zauberwort. Andreas Graap: Es gibt nach wie vor Möglichkeiten SEO bzw. Linkbuilding zu kalkulieren und auch zu skalieren. Ich denke aber, man muss akzeptieren, dass SEO lediglich eine Taktik, und keine Strategie ist. Jeder sollte sich Gedanken zu seiner Strategie machen – SEO ist nur ein Teil davon. Frank Doerr: Linkaufbau ist deutlich schwieriger und aufwändiger geworden. Die wesentlichen Punkte kann man unter http://www.seo-scene.de/seo/seo-ist-nicht-tot-fuenf-tipps-zum-pinguin-update-1865.html nachlesen. Julian Dziki: Ja, Linkaufbau ist kalkulierbar. Aber die Stichworte: Expired Domains, Linknetzwerke, Linkkauf – das ist alles Schrott. Skalierbar ist er durch eine Menge Manpower und viel händische Arbeit. Alles, was sehr einfach geht, funktioniert meistens nicht lange. Am besten, man macht alles per Hand: Sobald man Links „in einem Schwung“ holt, ist es meist schon nicht mehr gut. Thomas Gruhle: In Zukunft wird es weitere Updates geben, die genau darauf abzielen, offensichtlichen Linkaufbau aufzudecken. Wer heute seine Strategie ändert, sollte nicht nur bis „morgen“, sondern lieber etwas weiter in die Zukunft denken. Sonst kann man sich diese Frage in sechs Monaten wieder stellen. Linkaufbau bleibt skalierbar. Meiner Meinung nach werden kurz- bis mittelfristig die Preise für wirklich gute, exklusive Links nach oben gehen. Die Zeiten von Preisdumping beim Linkbuilding und gegenseitigem Unterbieten zu Lasten der Qualität können sich die Agenturen nicht mehr leisten. Ob sich das Betreiben eines Netzwerks lohnt, sei dahin gestellt. Der Aufwand, den man betreibt, um eine Expired Domain zu reaktivieren, wird nicht geringer. Ich denke, dass der Trend wieder in Richtung Linkbaits gehen wird, oder auch Social SEO. In jedem Fall ist mehr Kreativität gefragt. Björn Tantau: Solange die Quelle in Ordnung ist, sehe ich keine grundsätzlichen Probleme. Linkaufbau ist in den letzten Jahren anspruchsvoller geworden, weil Google gelernt hat. Zwar können sie meiner Meinung nach noch immer nicht wirklich gut gekaufte Links erkennen – wenn der gekaufte Link gut konstruiert ist – aber allein die Tatsache, dass „blaue Briefe“ verschickt wurden, die dann dafür gesorgt haben, dass zig Webmaster nach angeblich faulen Links gesucht und diese ausgebaut haben zeigt, dass Google clever ist. Die ausgebauten Links lassen sich einfach identifizieren und aufgrund solcher Datenerhebungen kann man natürlich dafür sorgen, dass man hinterher Links besser beurteilen kann. Google nutzt also betroffene Webmaster aus, um selbst zu lernen, wie man faule Links erkennt. Davon mag man halten, was man will – Fakt ist, dass Google so das eigene Produkt – also die Suche – durch in ihren Augen bessere Ergebnisse weiter optimieren kann. Moderner Linkaufbau ist meiner Meinung nach auf jeden Fall noch kalkulier- und skalierbar. Wichtig ist eben, dass man eine sinnvolle Strategie hat und diese Strategie auch konsistent einsetzt. Und wenn der Linkaufbau dann mal etwas länger dauert, weil es aktuell nicht genügend potenzielle Linkquellen gibt, dann gehört das auch dazu. Ich glaube, dass in der Vergangenheit zu viele Leute an schnellen Erfolgen interessiert waren. Deshalb gibt es (leider auch heute noch) sehr viele mangelhafte Angebote, wenn es um das Thema Linkaufbau geht. Hier ist Erfahrung gefragt: Die besten Linkquellen findet man auf jeden Fall nicht via Google – denn diese Linkquellen (oder Anbieter) kennt Google schlicht und ergreifend auch. Ansonsten gibt es natürlich sehr viele technische Aspekte, die beim gutem Linkaufbau eine Rolle spielen. Dazu zählen dann auch Dinge, die in Linknetzwerken wichtig sind. Grundsätzlich aber ist meine Ansicht, dass ein gut konstruierter Link dann wertvoll ist, wenn man ihn nicht als solchen erkennt. Gleiches gilt übrigens für Linkbaits, Likebaits, Tweetbaits, etc. Sasa Ebach: Organischer Linkaufbau skaliert über Content und Personal. Wer mehr organische Links haben möchte, der muss regelmäßig verlinkungswürdige Inhalte publizieren und Personal beschäftigen, welches diese Inhalte an potenzielle Linkgeber vermarktet (Linkanfragen schreibt). Das funktioniert nach wie vor, ist aber deutlich schwieriger, als die Skalierung von einfach aus „Listen“ auszuwählenden Links. Betreiber von Expired Domains, Linknetzwerken, Linkkauf etc. müssen meiner Meinung nach die Qualität dramatisch anheben und zu echten Publikationen werden, um langfristig zu überleben. Wenn also das Expired-Netzwerk nur aus vielen Domains mit eher „schwachen“ 10 € Texten besteht, dann müssen hier in Zukunft deutlich mehr Texte aus der 100-300 € Kategorie erscheinen. Auch müssen die Betreiber in echtes Redaktionspersonal investieren und darin fit werden, die entsprechenden Workflows zu implementieren. Das Stichwort hier heißt ebenfalls Content. Zum Schluss dürfte nur interessieren, ob der Text, aus dem der Link kommt, einen sehr hohen Standard hat (Beantwortung der Fragen unter http://googlewebmastercentral.blogspot.de/2011/05/more-guidance-on-building-high-quality.html). Gleiches gilt aber auch für den/die Text/Artikel/Seite, auf den der entsprechende Link verweist. Texte auf beiden Seiten müssen gut und alle Links legitim sein. Jens Fauldrath: Da wir keine der beschriebenen Methoden nutzen, kann ich dazu wenig sagen. Generell halten wir es da wie Google. Gute Inhalte ziehen Links. Und da wir eine entsprechende Reichweite haben stimmt diese Aussage. Außerdem haben wir im Konzern viele Möglichkeiten Linkbuilding zu betreiben indem wir uns an bestehende Maßnahmen dranhängen.

3. Eine wichtige Grundsatzentscheidung, wie gehst du mit einer betroffenen Seite um und warum: Neue gute Links (ohne Keyword) aufbauen und das Linkprofil verwässern, bestehende Links ändern oder bestehende Links abbauen?

Marcus Tober: Zuerst sollte man die Gesamtsituation betrachten. Was ist in welchem Kontext passiert?  Wenn sich herausstellt, dass mein Linkprofil nicht dem entspricht was Google erwartet oder was dem Durchschnitt der Seiten entspricht die ranken, dann würde ich eine kurz –und langfristige Strategie definieren. Kurzfristig bedeutet, Links die mir möglicherweise schaden loswerden und langfristig an einem Linkprofil arbeiten das dem entspricht, was zu meinem Markt passt. Auf jeden Fall nicht alles kopflos abbauen, sondern genau prüfen was ist natürlich, was nicht. Brandlinks sollte man sowieso haben und damit muss man im Falle einer Überoptimierung auch das von dir angesprochene Linkprofil „verwässern“. Marco Janck: Wir werden versuchen die Anchortext Ratio weicher zu machen. Dies aber nicht über Abbau, sondern über Aufbau, klar 😉. Ohne Keyword geht bei vielen Projekten ja nicht. Bei Brandoptimierung von Keyworddomains stößt du da schnell an Grenzen. Fabian Rossbacher: Regel Nummer 1: Ich baue keine Links ab. Jede Page kommt irgendwann zurück, solange sie noch indizierte Seiten hat. Ein schönes Beispiel ist meine kindercouch.net. Sie war fast 8 Monate tod, weil ich es mit amazon-affiliate Werbung übertrieben habe. Ich habe die Page umstrukturiert und einen Reinclusion gestellt. Siehe da, nach 2 Wochen ist sie wieder auf Platz 5 für Kindercouch eingestiegen. Ein schönes Beispiel für einen Fall, bei dem ich zuviel wollte und nach einem Umbau wieder da bin. Wenn Linkstrukturen in die falsch Richtung gewachsen sind muss man abwägen. Ist es das Projekt noch Wert weiter zu investieren? Oder lässt man es lieber schlafen bzw. verkauft man es. Hier muss jeder selbst entscheiden. Ärgerlich ist es nur, wenn man eine Agentur beauftragt hat, die Mist gebaut hat. In diesem Fall sollte die Agentur für den Schaden aufkommen und saubere Links (auf eigene kosten) besorgen müssen, sofern sie überhaupt dazu in der Lage ist. Dominik Wojcik: Da es meiner Meinung ein algorithmisches Update ist, kann man auch relativ aktiv seine Links anpassen. Ich persönlich warte bei meinen persönlichen Seiten erst einmal ab, getreu dem Motto „Schaun mer mal“. Mit einer pauschalen Antwort tue ich mich hier insgesamt schwer. Man sollte auf jeden Fall sein Backlink-Profil einmal von A bis Z analysieren und gerne auch eine zweite Meinung einholen (Stichwort Betriebsblindheit). Vielen fällt es nämlich schwer, eigene Fehler als solche zu erkennen.  Je nach Ergebnis sieht dann auch die Strategie aus: Vom Abbau einzelner Links über die Änderung von Ankertexten und Linkzielen sowie die von dir angesprochenen Verwässerung reicht die Bandbreite. Ich würde auch nicht aufhören, weiterhin Links aufzubauen, wenn die Qualität stimmt. Andreas Graap: Das kommt natürlich ganz auf das entsprechende Profil an und ist eine Einzelfallbetrachtung. Generell würde ich sagen nutzlose, überflüssige oder gar schädliche Links auf jeden Fall abbauen. Neue Links sollten aber stetig in einem natürlichen Wachstumsprozess dazu kommen. Als Faustregel für gute Links könnte zum Beispiel gelten: Links die Besucher auf die eigene Seite bringen, sind gute Links. Frank Doerr: Weder ich noch Kunden, die ich in den letzten Jahren direkt betreut habe, sind von einer Ankertext-Penalty betroffen – die Zeichen der Zeit waren ja schon lange erkennbar, siehe oben. Wenn ich betroffen wäre, würde ich neue Links aufbauen (Brandlinks, längere Phrasen, „hier klicken“-Links) und – sofern der Druck nicht zu groß ist – ganz gemütlich bereits bestehende Links entfernen oder ändern. Gerade bei Linktausch könnten dann aufwändige Verhandlungen fällig sein (Beispielsweise: „Entfern doch bitte meinen Link auf dieser Unterseite und veröffentliche einen neuen Artikel mit folgendem Linktext“). Dass manche SEO-Agenturen oder SEOs Google konkret benennen, wo sie welche Links gekauft haben, ist ein hässlich bigottes Verhalten. Julian Dziki: Kommt darauf an. Wenn ich eine Meldung in den Webmastertools bekommen hätte, dann würde ich die Links abbauen, das dokumentieren und an Google schicken. Die Seiten mit Webmastertools-Meldung wurden händisch abgestraft, da hilft nichts anderes als abbauen. Ohne Meldung würde ich wahrscheinlich nur in Zukunft aufpassen, aber die bestehenden Links so lassen wie sie sind. Meiner Meinung nach sollte man entweder einfach weitermachen oder die Links ganz löschen. Eine Linktextänderung merkt Google ja auch – die sind ja nicht blöd! Thomas Gruhle: Das ist unterschiedlich und hängt davon ab, wie heftig Pinguin die Domain erwischt hat. Die Hosen runter lassen (Links abbauen, reconsideration request) würde ich nur, wenn die Situation komplett ausweglos ist. In jedem Fall würde ich erstmal abwarten: In den letzten Wochen hat sich die eine oder andere Seite wieder erholen können. Wer generell (auch im Hinblick auf zukünftige Updates!) Angst um seine Seite hat, sollte HEUTE anfangen, starke Links aufzubauen, die nicht nach SEO riechen oder Branding betreiben. Björn Tantau: Ich persönlich würde die Vorgehensweise variieren, Links abbauen und neue, gute Links aufbauen. Das alles aber in einem moderaten Tempo in der richtigen Mischung, vor allem bezogen auf die Linktexte. Neue Links immer so aufbauen, dass der Link an sich nicht nur in seinem Inhalt einen Mehrwert darstellt, sondern auch in seiner Form – meines Erachtens ist es kein Problem, auch halbe oder ganze Sätze zu verlinken, wenn es denn objektiv sinnvoll ist. Denkbar ist aber natürlich auch der Fall, dass auch starke Maßnahmen bei einer Website leider nichts mehr bringen. Tritt diese Situation ein, dann sollte man sich von einem Projekt besser verabschieden. Sasa Ebach: Eine Mischung aus allem. Die Schritte sind im Prinzip ganz einfach: 1) Einen Überblick über das Linkprofil verschaffen (sprich: JEDEN Link einzeln anschauen und die Frage stellen: „Braucht die Welt diesen Link?“). 2) Schlechte Links abbauen oder auf Nofollow setzen lassen. 3) Für jeden entfernten Link zwei gute Links (organisch) aufbauen. 4) Wenn sich bis zum nächsten Update nichts tut, dann einen Antrag bei Google stellen. 5) Wenn auch das nichts bringt, dann mit der Domain umziehen und von vorne anfangen. Diesmal nur mit guten Links. Jens Fauldrath: Wie Du oben siehst, bin ich kein großer Experte für das Thema. Wir arbeiten einfach nicht so. Ich denke aber, dass man mal darüber nachdenken sollte, Links zu bekommen, die auch direkt Nutzer bringen. Wenn eine Website 90%+ SEO Traffic hat, sieht das einfach nicht gut aus. Warum sollte Dir Google Nutzer bringen, wenn dein Angebot zu schlecht ist um Nutzer zu binden oder über andere Kanäle Traffic zu bekommen. Ein Link der auch von Nutzern geklickt wird, ist sicher kein schlechter Link. Und viele dieser Links werden auch nicht schlecht sein.

Mein Fazit (Nicolai Kuban)

Meiner Meinung nach können wir das Penguin-Update und dessen Auswirkungen im Bezug auf das Linkbuilding in folgenden Stichpunkten umschreiben:
  • es ist noch mehr Transparenz im Linkaufbau notwendig – sowohl in inHouse Teams als auch auf der Agentur-Seite
  • Qualität statt Quantität – nicht mehr jeden Link mitnehmen, sondern zwei mal darüber nachdenken … vielleicht stirbt sogar der Backfill als Optimierungsansatz aus bzw. verliert weiter an Bedeutung?
  • Kreativität ist (und war) der Schlüssel im Linkaufbau, nur so können gute Links und solche aufgebaut werden, an die nicht jeder ohne weiteres herankommt. Infografiken, Whitepaper, hochwertige Gastbeiträge, innovative PR, auch hier gibt es viele Möglichkeiten – natürlich sind diese arbeitsintensiv
  • Skalierung erfolgt nicht mehr simpel über ein großes Budget; skalieren kann nur noch der, der guten Content erstellt, diesen clever publiziert und daraus möglichs viele hochwertige Links generiert – Content, Manpower, Budget und Zeit sind von Nöten; auch dieses Interview ist ein Versuch, durch den tollen Content auch Links zu generieren 😉
  • Prozesse müssen aufgesetzt werden: Wer effizient und qualitativ hochwertig arbeiten möchte, benötigt vernünftige Prozesse, Standards und Datenarchivierungen. Der Linkaufbau muss besser geplant und strukturiert werden, es müssen Qualitätskontrollen der aufgebauten Links eingeführt werden, ein Monitoring der Mitarbeiter im Linkaufbau stattfinden, Kontakte gespeichert und mit Informationen angereichert (á la CRM) werden, ein aktueller Überblick über verfügbare Seiten und deren Metriken vorhanden sein uvm. WERBUNG ;): www.linkbird.de !
  • Exact-Match-Anchor-Texte verlieren immer mehr an Bedeutung und sollten nur noch sehr sehr sparsam verwendet werden
  • Links abbauen kann eine Möglichkeit sein, hier ist aber auf jeden Fall zu bedenken, dass Google m.M.n. den Abbau und die Veränderung bestehender Links realisiert – ich bevorzuge die natürliche Verwässerung durch den Aufbau neuer und starker Links
  • Fokus ist gefragt: Ich denke es wird im Linkaufbau immer schwieriger, sich auf viele verschiedene Projekte zu konzentrieren
Alles in allem ist Linkbuilding und nun auch das Linkbuilding nach Penguin ein sehr spannendes Thema. Ich freue mich über eine rege Diskussion zwischen Lesern, Interview-Teilnehmern und mir!  
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Nicolai Kuban

Nicolai Kuban

Nicolai Kuban ist Co-Founder & CEO von contentbird, einer Content Marketing Workflow Software für Teams, und seit 2006 als Unternehmer und Online Marketer aktiv.

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  • Pingback: Was bedeutet das Google-Pinguin-Update für’s Linkbuilding? - CBS()

  • mepo

    Ein sehr guter und ausführlicher Artikel mit vielen verschiedenen Ansätzen. Was mich wundert, kindercouch.net! Ein Beispiel das Google nicht gut arbeitet.

  • Sherief Rageb

    Großartiger Artikel! Vielen Dank an alle Beteiligten und besonderen Dank an Nicolai für die Mühe.

  • Ein sehr interessanter Artikel zum passendem Thema. Vielen Dank dafür! Die vielen Experten-Feedbacks haben mich nun eine ganze Ecke weiter gebracht, was die Einschätzung der Auswirkungen der letzten Updates war. Dennoch muss ich schwer überlegen, ob ich Linkbuilding als solches anstreben sollte.

  • Linkabbau halte ich auch für gefährlich, da die Überprüfbarkeit zu einfach ist. Also könnte man sagen, der neue Link wird ersetzt durch redaktionell hochwertigen content. Das bedeutet für die Zukunft, dass die finanzstarken Firmen keine Links mehr kaufen, sondern hochwertigen content und die Aufgabe sein wird diesen an eine große Leserschaft zu verteilen, damit natürliche und freiwillige Verlinkungen entstehen.

    Also werden wieder die großen Firmen die Nase vorne haben, weil das Budget einfach mehr guten content zulässt.

  • In meiner Nische hat es einen kleinen Crash gegeben. Webseiten mit wenig sinnvollen Content ranken nach wie vor auf den obere Plätzen, weil einfach teure Links eingekauft wurden. Andere Webseiten mit schlechten Links, jedoch guten Content haben eine Penalty bekommen.

    Was lernt man draus?
    Die Freelancer gut breefen, das ab jetzt Schluss mit Quantität ist.

  • Spannende Diskussion, Nicolai. Ich hätte nicht gedacht, dass so oft das Wort „Verwässerung“ fallen wird. Obwohl diese Taktik sicherlich eine der bekanntesten nach Pinguin ist.

  • Prima Beitrag auf der Höhe der Zeit! 😉 Ich möchte nochmal auf die letzte Beitrag von Jens eingehen, genauer auf diese zwei Sätze:

    „Wenn eine Website 90%+ SEO Traffic hat, sieht das einfach nicht gut aus. Warum sollte Dir Google Nutzer bringen, wenn dein Angebot zu schlecht ist um Nutzer zu binden oder über andere Kanäle Traffic zu bekommen.“

    1. Sicherlich könnte man den Anteil an SEO-Traffic, den eine Seite erhält, als Qualitätsmerkmal auswerten und dadurch die ausgehenden Links von dieser Seite bewerten. Auch der tatsächliche Traffic, der über diese Links generiert wird (also „abfließt“) , ist ein Qualitätsmerkmal – und so löst man u.U. auch das Expireds-Problem.

    2. Aber: Woher nimmt G. diese Informationen? Beste Datenquelle ist ja wohl G. Analytics! Da lassen sich
    noch viele weitere Infos ableiten, etwa Bounce-Rate, Aufenthaltsdauer – und weitere Rückschlüsse zur
    Qualität gewinnen.

    Meine Schlussfolgerung: Wer Zweifel an der Qualität seines Content hat, sollte vielleicht ernsthaft überlegen, ob er auf alternative Analytics-Tools ausweicht. Dadurch gewinnt die Seite dann evtl. auch wieder an Wertigkeit als Linkquelle.

  • Mario

    Sehr guter Artikel, ich hatte mir mal was ähnliches gedacht, aber so ist es natürlich phantastisch.

    Beim Linkabbau werden natürlich auch Singale an Google gesendet. Ist ja jedem einleuchtend, also wie manns macht ist shitty.

  • Christian

    Super Artikel, aber das Jens der falsche ist für das Thema, sollte bekannt sein ;).

  • @R. Steinmann
    Ohne Link(building) wird es nach wie vor jedoch nicht zu guten Rankings kommen… es muss eben clever sein!

    @Malte
    So kann man es durchaus skizzieren. Guter/sinnvoller/wertvoller Content ist jedoch nur die BASIS. Es ist ein Märchen, dass dieser ohne „gängige Linkbuilding-Techniken“ auch wirklich Links anzieht. Der Content muss geseedet werden und dies gelingt eben nur über die Ansprache der Medien, die den Content aufgreifen bzw. verlinken könnten. Aber auch Links aus anderen (Link)quellen auf guten Content sind ja legitim.

    @Dirk
    Google ist eben evil 😉

    @Christian
    trotzdem ist seine Meinung immer lesenswert 😉

  • @Nicolai Kuban: Danke für diesen Hinweis. Das Problem vor dem ich stehe ist, dass ich ca. 1,5 Jahre investiert habe um Seo als solches zu begreifen und erste Erfahrungen zu sammeln. Im Feb. 12 dann habe ich mich entschieden, mich sogar an das Linkbuilding zu Wagen. Zu diesem Zweck habe ich fast 2 Monate lang ein Strategiekozept ausgearbeitet (unter anderm mit Hilfe deiner Guide aus dem Linkbird, Danke auch dafür 😉 dann als ich gerade meine beiden Kunden mit diesem Konzept überzeugen konnte, kam das blöde Update. Der Wirbel hat mich nun aus dem Konzept geworfen und ich habe die Idee vorerst aufgegeben. Ich werde den Seoday in Köln besuchen und hoffe dort auf den ein oder anderen Experten zu treffe, um mal persönlich zu erfahren, was sinnvoll ist und was nicht… Sorry für den langen Text 😉

  • @Dirk
    Ich probier das jetzt spaßeshalber mal.

  • Schöner Beitrag, der u.a. zeigt:
    12 SEOs = 13 Meinungen 😉

  • Wirklich ein sehr guter Artikel und viel Dinge auf den Punkt gebracht.
    Weiter so.

  • Leider gibt es noch immer zu weniger Erfolgmeldungen von Webseiten die aus dem Penguin-Update wieder lebendig heraus gekommen sind, um zu sagen es liegt an X oder Y. Ich habe genau aus diesem Grund mal eine Fallstudie veröffentlich bei der die Seite eines Kunden erfolgreich Wiederbelebt worden ist und die Ranking wieder genau wie vor dem Penguin sind. Hier mal der Link zum Artikel: http://www.linkhammer.de/fallstudie-der-weg-aus-dem-pinguin/

    Ich hoffe es ist Ok diesen hier zu Posten.

    Grüße

  • Für mich bis dato mit einer der besten Artikel zum Google Penguin Update! Grade die verschiedene Sichtweise in einen Artikel zusammengefasst ist einfach top! Beste Grüße nach Berlin, Jennifer

  • Wenn ein Leser aus einem Artikel heraus einen Link anklickt und „häh?“ sagt, dann ist dieser überflüssig und sollte abgebaut werden. So war das eigentlich schon immer.

  • @ Franz
    Mach das, ich habe bei meinen Seiten seit Penguin hier und da Unterschiede erkannt, zumindest was die Rankings angeht – was dann ja auch auf den Linkwert durchschlagen sollte.

    @Tobias
    Schöne Fallstudie in deinem Linkhammer!

  • Ja vielen Dank für diesen super Artikel! Durchaus für mich als Betroffener schon sehr hilfreich. Einen Fehler bei mir klar zu Keywordlastig – verwässern .. OK aber diese sogenannten „Badlinks“ – wie erkenne ich die?

  • Pingback: Lesenswert: Honestly, M-Commerce, Google Penguin, Facebook, Face.com, salon.com :: deutsche-startups.de()

  • Dank @ Nicolai für diese Artikelidee.

  • Linkbuilding ist in vielen Branchen auf Grund der bergrenzten Anzahl an Mitberwerbern endlich. Irgenwann ist nämlich jeder mit jedem verlinkt und dann ist Schluss. Oftmals wird dann noch versucht über unsinnige Satelittenseiten Content zu plazieren und dann wertlose Links zu plazieren. Also lieber die eigene Seite so beteiben, das der Nutzer einen Vorteil hat, sinvolle Inhalte erstellen und dann läuft das Projekt …

  • al sharifi

    thank u

  • Pingback: SEO-Panik: Googles Penguin-Update und spannendes Interview › Online-PR-Praxis()

  • Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Die Beiträge waren wirklich sehr informativ. Es ist im SEO-Bereich immer gut zu wissen wie es anderen ergeht. Ich habe in meinen Bereichen gelernt das Links mit hochwertiger Qualität im Sinne von Themenbezogenen Artikeln immer noch das A und O sind.

  • Als Laie auf diesem Gebiet muss ich Marco Janck zustimmen. Wer bis zum Penguin Update vorn sein wollte, musste die Methoden anwenden, mit denen man vorn sein konnte. Also war es wohl nicht so falsch. Und jetzt ist es anders. Und beim nächsten Update vielleicht wieder etwas anders. Ich meine, das Hauptproblem ist hier gar nicht angesprochen. Solange die Mentalität der Internetuser vorherrscht und gefördert wird, Gutes findet man nur bis Top 10, wird es so weitergehen. Und dazu wünsche ich allen, Profi´s oder Laien, Erfolg.
    Viele Grüße
    Hans Jürgen

  • Das sind wirklich viele nützliche Informationen für mich gewesen. Ein toller Artikel, vor allem weil durch so viele Meinungen verschiedene Ansätze transportiert werden. Leider ist für mich nicht genau hervorgegangen wo die Grenze zu schlechten Links liegt. Sind RSS Verzeichnisse und PR Portale grundsätzlich „schäbig“?

    Zum anderen gibt es beispielsweise bei meinem Blog so einige Seiten die Inhalte über den Feed ziehen. Das sind zumeist Spam Seiten mit bezeichnenden Domains. Ich habe darauf keinen Einfluss. Wie geht Google damit um? Es wäre toll wenn man in den Webmastertools Links „kicken“ könnte, aber so ist es ja nicht.

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  • Pingback: Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 25 | SEO Trainee - Ab hier geht´s nach oben()

  • Sehr interrssanter Artikel! Gut auch mal professionelle Meinungen zum neuen Google-Update zu lesen. Bin ganz neu auf dem Gebiet der SEO und mache im Moment noch die ganze SEO für meine Website selbst…

  • Pingback: Projekt X - Teil 4 - Backlinkstrategie - SEO-Diaries()

  • Raoul

    Content is King – diese bekannte Weisheit ist scheinbar aktueller denn je. Google setzt auf Qualität, so weit, so gut. Jedoch verwirrt Google im Moment auch mehr als vielleicht notwendig, aber in einiger Zeit kann diese Aussage schon überholt sein.

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  • Hammer Artikel! Stark, dass du so viele hochkarätige Stimmen eingebaut hast. Spannend finde ich persönlich das verstärkte Setzen von deep links. Gibt es hier weitere Meinungen/ Erfahrungen dazu, da dies ein Punkt ist, der oft kontrovers dikutiert wird!

  • Pingback: Linkaufbau in bestehendes Marketing integrieren | Linkaufbau & Linkmanagement Blog – bessere Rankings durch gute Links und strategischen Linkaufbau()

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  • Patrick

    Was man alles beachten muss heut zu Tage -.-

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  • Ein guter Verkäufer und ein guter SEO sind sich offensichtlich ähnlicher als ich dachte 🙂

  • Danke für den ausführlichen Artikel zum Penguin Update. Ich kenne auch Beispiele von Seiten, die (im Januar 2013 gestartet) quasi ohne Backlinks (1-2, nicht selber gesetzt) nach den letzten Updates mittlerweile einen Sixtrix-Sichbarkeitsindex von 0,95 (bester Wert 1,…) haben, und das bis jetzt stabil über 2 Monate. Auf den Seiten ist fast wirklich nur Texte > 500 Wörter, zum Großteil noch nicht mal ein Bild, nur ein paar PDF’s zum Download. Trotzdem monatlich 6-stellige Seitenaufrufe. Auf den Seiten geht es um „sinngemäß“ Elternzeit-Ratgeber oder Mietrecht (es ist was ganz anderes, aber kein Produkt zum kaufen, aber was zum Downloaden). Und das wie gesagt nicht bei einer Seite, sondern bei mehreren. Scheinbar schwenkt das Pendel wieder mehr Richtung Inhalte, was ja eigentlich zu begrüßen ist. Bin mal gespannt auf die nächsten Updates bis Jahresende.

  • Also ich finde das SEO eine ganz eigene Marke ist. Man muss seinen eigenen Weg irgendwie finden. Mit der Zeit lernt man und gebraucht die Erfahrung. Nur leider hören bei dem versuch erfolgreich zu sein viele auf, weil die Motivation irgendwann verschwindet.

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