contentbird Experten live im Content Marketing Webinar – Benjamin Brückner

Heute wollen wir euch Benjamin Brückner vorstellen. Er ist freiberuflicher Content Marketer und berät Unternehmen und Agenturen beim Aufbau von Blogs, Landingpages und Co. Am 15.01.2019 wird er euch im Webinar zeigen, wie ihr euren Content auf die Nutzungsgewohnheiten euer Zielgruppe abstimmt und diesen konversionssteigernd gestaltet.

Das solltet ihr auf keinen Fall verpassen!

Damit ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt, haben wir Benjamin kurz interviewt.

Was ist das wichtigste Take-away deines beruflichen Werdeganges? Umreiße ihn bitte kurz.

Vertrauen darin zu haben, dass sich die Mühe lohnt. Wenn ich mich ins Zeug lege und hinter dem stehe, was ich tue, dann kommt dabei auch ein entsprechendes Ergebnis heraus. Auch wenn es sich nicht immer exakt in der Form und Geschwindigkeit zeigt, wie ich mir das so vorstelle.

Tatsächlich gehört es aus meiner Sicht dazu, die Illusion der Kontrolle loszulassen. Letztendlich weiß niemand, wo er mit seinen Bestrebungen in zwei Monaten oder in fünf Jahren landet. Aber genau das macht es ja so spannend. Kurzum: Eigene Richtung finden, in diese Richtung gehen und darauf Vertrauen, dass man genau dort ankommt, wo es richtig für einen selbst ist.

Vielleicht noch ein kleiner Tipp, der mir hilft, um auf meinem Kurs zu bleiben – mindestens einmal im Monat schaue ich auf meine Aktivitäten und frage mich: Was, von dem was ich tue, funktioniert und was funktioniert nicht? Dann setze ich künftig mehr von dem um, was funktioniert, und weniger von dem, was nicht funktioniert. Diese Methode klappt bei mir ganz gut.

Warum bloggst du überhaupt? Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Als ich mich selbstständig gemacht habe, wollte ich meine Website neu aufziehen. Die musste dringend professioneller werden. Ich habe damals mit WordPress angefangen und verstanden, dass ich mit dem Bloggen meine Reichweite erhöhen und dadurch potenzielle Kunden auf mich aufmersam machen kann. Außerdem ist Schreiben ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, den ich ständig übe. Deshalb schlage ich mit dem Bloggen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Beschreibe kurz deine Expertise / für welche Themen “brennst” du?

Ich habe immer Spaß daran gehabt, den Dingen tiefer auf den Grund zu gehen. Deshalb habe ich auch Philosophie studiert und ich hätte nie gedacht, dass mir dieses analytische Rüstzeug von damals in meiner heutigen Arbeit zugutekommt.

Mir wurde schnell klar, dass ich nie Texter oder Blogger bleiben würde. Ich schreibe auch nach wie vor gern für Corporate Blogs, doch macht mir inzwischen die Beratung von Kunden – schwerpunktmäßig im Bereich Marketing in Kombination mit Konzeptentwicklung – am meisten Freude.

Ich brenne für das Thema, auch im Geschäftsleben der eigenen Intuition konsequent zu folgen. Ziele aufschreiben und Tschakka-Mentalität – beides klappt für mich nicht. Sein eigenes Ding zu finden und das jeden Tag mit Zufriedenheit zu machen – ganz egal ob als Angestellter, Freelancer oder Unternehmer – das gelingt über den Blick nach innen. Wie präzise dieser innere Kompass dann tatsächlich und immer wieder funktioniert, fasziniert mich.

Natürlich gehört auch der vernunftgesteuerte Blick auf den Markt dazu. Aber am Anfang steht die intrinsische Motivation.

Für welche aktuellen Themen innerhalb deines Fachgebiets bist du zu begeistern?

Momentan interessiere ich mich sehr für die Themen Pinterest- und Videomarketing. Visueller Content dominiert das Netz und das sage ich als Freund des geschriebenen Wortes.

Anstatt aber in den Reflex zu verfallen, darin Content-Konkurrenz zu sehen, frage ich mich lieber: Was kann ich aus dieser Entwicklung für meine Arbeit ableiten? So nutze ich seit November 2017 Pinterest intensiv und erstelle Grafiken dafür mit Canva. Ich bin nun wahrlich kein Designer, aber die Pins funktionieren gut als Traffic-Magneten! Und darauf kommt es mir an.

Wie bist du mit deinem Blog groß geworden?

Ganz organisch, auch wenn ich meinen Blog nicht als groß bezeichnen würde. Klar, beim Start im Jahr 2014 hatte ich im Monat nicht einmal 300 Seitenaufrufe. Von Januar bis Dezember 2018 dann waren es insgesamt um die 100.000, was ich für eine wunderbare Entwicklung halte.

Über die Jahre würde ich auch sagen, dass sich die Qualität meiner Artikel verbessert hat. All das sind Fortschritte, über die ich mich sehr freue.

Was war bisher dein größter Erfolg in der Online -Welt?

Die seit Kurzem laufende Zusammenarbeit mit fuer-gruender.de. Neben einem persönlichen Gespräch konnte ich das Team in Frankfurt mit einer Arbeitsprobe und nicht zuletzt mit meinen Referenzen im Netz überzeugen.

Was war bisher dein größter Fehler in der Online -Welt?

Die Nischenseite digitalpiano-kaufen.com zu starten. Das war ein Flop, weil ich nichts mit Pianos am Hut habe. Aber trotzdem waren Zeit und Geld dafür nicht verschenkt. Denn auch hier habe ich gelernt, dass man wirklich nur Projekte starten sollte, hinter denen man steht. Sonst fehlt der lange Atem, um durchzuhalten.

Wo siehst du das größte Entfaltungspotenzial für deinen Blog?

Mein Blog braucht mehr visuelle Elemente. Deshalb erstelle ich seit einigen Monaten Infografiken oder setze Comicfiguren zwischen die Textblöcke, um das Ganze aufzulockern.
Allem voran möchte ich aber mehr Videos drehen – Interviews, Tipps, Guides. Da sehe ich die größten Chancen.

Welche Themen des Online Marketings haben Zukunft?

Wie gesagt, Pinterest- und Videomarketing werden meiner Ansicht nach auch in zwei, drei oder mehr Jahren noch von Bedeutung sein. Aber auch das kann sich als Irrtum herausstellen. Online Marketing entwickelt sich rasend schnell. Wer weiß, welche Plattformen und Trends noch auf uns zukommen? Selbst der Blick in die USA hilft nicht immer, da dort die Mentalität und die Umstände anders sind als hierzulande. Man denke nur an die DSGVO, deren Erwähnung nun wirklich in keinem Interview zum Thema Online Marketing fehlen darf. 😉

Worin siehst du die größte Herausforderung im Content Marketing?

In der Bewältigung des Content Shocks. Es kann keine Lösung sein, einfach nur noch mehr vom Gleichen zu produzieren. Originelle wie auch exzellente Inhalte müssen her, mit denen Publisher aus der Masse hervorstechen.

Und es braucht ein Umdenken in den Führungsetagen, welches sich vom Blog als Verkaufskanal wegbewegt. Ich weiß nicht, warum sich dieser Mythos so hartnäckig hält. Aber er wird auch nicht wahrer, indem man fester an ihn glaubt.

Natürlich geht es Unternehmen um Umsatz, nur ist der Weg dorthin heutzutage ein komplexer. Das All-you-can-eat-Buffet im Netz ist rund um die Uhr geöffnet. Nutzer picken sich von dort die Leckerbissen heraus. Entsprechend braucht effektives Content Marketing eine strategische Planung, einen hohen Qualitätsanspruch und reichlich Geduld.

Das ist vielen kleinen Betrieben, aber auch größeren Unternehmen noch nicht in vollem Umfang bewusst. Oder ihnen fehlt das Geld für die Umsetzung. In beiden Situationen sehe ich große Herausforderungen, die es angesichts des Content Shocks zu bewältigen gilt.

Eine gute Lösung ist, lean zu starten, wie es die Content-Marketing-Experten Sascha Tobias von Hirschfeld und Tanja Josche vorschlagen. Klasse statt Masse lautet daher das Motto, das ich im Content Marketing der Zukunft für zielführend halte.

Hier geht’s zur Anmeldung zum Live-Webinar.

Das contentbird-Team und Benjamin Brückner wünschen euch viel Spaß!

Banner Benjamin Brückner

Philipp Schuette

Philipp textet eigentlich immer. Egal, ob bei der Arbeit oder in den eigenen vier Wänden. Seine Erfahrungen konnte er bei einem Vergleichsportal, einem Online-Shop und zuletzt bei einer Online-Marketing-Agentur sammeln.

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Bildnachweis: Titelbild by contentbird und Benjamin Brückner
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