Employee Advocacy im Content Marketing: Mehr als ein Trend?

Employee Advocacy, wieder so ein neues Buzzword? Nein, vielmehr ein zeitsparendes und günstiges Mittel, um den von dir erstellten Content treffsicher zu streuen. Und neue Kunden zu gewinnen. Denn Brand advocates sind Mitarbeiter aus deinem Unternehmen, die in ihren sozialen Netzwerken interessante Inhalte über den Arbeitgeber mit ihren Freunden und Followern teilen. Die Mundpropaganda via Facebook, LinkedIn oder XING birgt besonders im B2B Bereich ein großes Potential. Alles Wissenswerte rund um Employee Advocacy im Content Marketing erfährst du heute in meinem neusten Blogpost.

Welchen Nutzen hat Employee Advocacy im Content Marketing?

Das gute alte PR-Motto „Tue Gutes und rede darüber!“ gilt auch für den Bereich Employee Advocacy. Geschichten aus dem real Life sind in der Netzgemeinde besonders beliebt. Etwas Fingerspitzengefühl ist bei der Streuung von Unternehmensinformationen über engagierte Angestellte schon erforderlich. Jeder veröffentlichte Post zahlt auf die Markenwerte der Firma ein. Noch wichtiger: Sie erhält online ein menschliches Gesicht und wird als vertrauenswürdig wahrgenommen.

Warum sich ein Employee Advocacy Programm für dein Unternehmen lohnt:

  • Kunden fühlen sich nicht permanent umworben, sondern bei ihrer Suche nach einer Lösung für ihr Problem unterstützt
  • User schätzen die bedürfnisorientierte Kommunikation auf Augenhöhe
  • Der gute Name der Firma wird bekannt gemacht
  • Bewerber und Interessierte erhalten einen Blick hinter die Kulissen, sowie in die Unternehmensphilosophie
  • Das Recruiting von Fachkräften und Talenten wird erleichtert
  • Kunden schätzen die umfassende Beratung entlang ihrer Customer Journey und schnelle Beantwortung ihrer Fragen rund um Marken und Produkte
  • Das Markenvertrauen wächst und Kunden verhalten sich gegenüber der Marke loyaler
  • Produkt- und Markenempfehlungen von Freunden haben einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung

Employee Advocacy: Definition und Begriffsabgrenzung

Wenn Eigentümer oder Mitarbeiter Botschaften über die Firma oder Marke in Blogs, Facebook oder anderen sozialen Netzwerken verbreiten, ist von Employee Advocacy die Rede. Im Gegensatz zu offiziell benannten Markenbotschaften, die öfters einen gewissen Promistatus haben, posten in der Regel Angestellte oder Chefs des Unternehmens Inhalte. So werden Zielgruppen erreicht, die mit der klassischer Unternehmenskommunikation nicht zugänglich sind.

Brand Advocate versus Influencer

Influencer Brand Advocate
Meinungsführer Vertrauter, wie ein guter Freund
Blogger-Berühmtheit Motivierter Angestellter oder Chef des Unternehmens
Agiert kurzfristig und wechselhaft Agiert langfristig und loyal
Hat viele Follower und möchte noch mehr davon Empfiehlt Freunden eine Marke aus Überzeugung und möchte sie ehrlich beraten
Probiert ständig neue Produkte von verschiedenen Marken aus (Incentive-orientiert) Möchte die Unternehmens- und Markenwerte vermitteln und eine langfristige Geschäftsbeziehung aufbauen

Employee Advocacy als Bestandteil der Social Media Marketing Strategie

Ein Employee Advocacy Programm sollte bei der Erstellung einer Social Media Strategie in jedem Fall berücksichtigt werden. Diese Methode lässt sich allerdings weder kaufen noch gut delegieren. Online aktive Mitarbeiter des Unternehmens sollten die wichtige Aufgabe aus eigenem Antrieb wahrnehmen. Dazu benötigen sie vor allem die Erlaubnis von Unternehmensseite, Firmenbeiträge mit ihrer persönlichen Meinung via Social Media teilen zu dürfen. Gerade in der B2B Kommunikation bieten sich dafür wichtige Netzwerke wie XING oder LinkedIn an.

Posten Mitarbeiter oder Eigentümer auf Instagram regelmäßig zum Beispiel aus ihrem Joballtag, über Messen, Produkte oder spezielle Firmen-Events schließen sich schnell Follower der Marke an. Damit Mitarbeiter Content schnell und unkompliziert teilen können, sollten die Facebook & Co Profile sauber gepflegt sein. Den letzten Beitrag der großartigen Weihnachtsfeier interessiert schließlich Ende März auch niemanden aus dem eigenen Haus mehr. Kollegen und Mitarbeiter benötigen für ihre Kommunikation via Social Media vor allem eins: Orientierung, was geht und was nicht. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

 „Social Media Freiheit in Grenzen“ – Employee Advocacy Richtlinien

Wenn ein Mitarbeiter in den Sozialen Medien seinen Unmut über Überstunden oder Fehlentscheidungen im Management auslässt, ist das weniger wünschenswert für die angestrebte Reputation. Auch Firmengeheimnisse sollten nicht einfach bei jeder Gelegenheit fröhlich ausgeplaudert werden. Ebenfalls über den Wettbewerb herzuziehen oder andere Kollegen zu demütigen. Reale Erfahrungen und echte Bilder aus dem Unternehmen, das interessieren Freunde und andere User. Bevor der Employee Advocacy-Ball ins Rollen gebracht wird, solltest du ein paar wichtige Guidelines für die Kollegen aufstellen. Sie geben eine wertvolle Orientierung beim Posten von Unternehmensnews.

Hier sind ein paar gute Beispiele für Social Media Guidelines für dich als Inspiration:

Aktives Posten und Engagement belohnen

Geteilte Inhalte verbessern die Online-Reputation und Markenbekanntheit deiner Firma. Doch wie kannst du Mitarbeiter und Kollegen motivieren Unternehmensbeiträge in ihrem Netzwerk zu verbreiten oder eigene Produkte zu empfehlen? Nutze den Spieltrieb des Menschen und baue „Gamification-Systeme“ ins Employee Advocacy Programm mit ein. Mit spielerischen Elementen wird der Ehrgeiz geweckt. Denn wer möchte nicht auf dem Siegertreppchen stehen oder einen besonderen „Gewinn“ ergattern. Die Social Media Signals können zum Beispiel an ein Punktesystem gekoppelt werden. Je nach Likes oder Kommentaren werden Punkte vergeben. Auch die Aussicht auf exklusive Produktproben oder Prämien können das Engagement in den Netzwerken beflügeln. Um Employee Advocacy im Content Marketing effizient zu betreiben, solltest du über jegliche Social Media Aktivitäten den Überblick behalten.

Content Ideen via contentbird entwickeln und Beiträge planen

Was gibt es Schlimmeres als wenn guter Content unbeachtet in einer Ecke versauert? Wenn dieser auch noch aus der Feder eines Mitarbeiters stammt! Den Überblick über alle erstellten Inhalte von internen und externen Mitarbeitern behältst du mit contentbird. Welche Branchen-News wurden geteilt und von wem veröffentlicht? Wo gab es Likes oder (kritische) Kommentare? Welche emotionalen Neuigkeiten haben die User besonders begeistert? Das Sammeln von Content-Ideen und Verwalten der Social Media Nachrichten rund um Unternehmen und Marke ist mit contentbird unkompliziert und leicht durchführbar. So entgehen dir auch im Rahmen von Employee Advocacy keine wichtigen Hinweise auf potenzielle Kunden und kaufwillige Interessenten. Probier’s am besten gleich aus:

contentbird Free Trial

Employee Advocacy: unverzichtbar für erfolgreiches Social Selling

Social Selling ist aktuell im B2B Sektor in aller Munde. Vertriebsprofis nutzen im Rahmen von Social Selling die Social Media Kanäle dafür, potenzielle Kunden zu identifizieren, zu kontaktieren und sie entlang ihrer Customer Journey mit passenden Produktempfehlungen zu begeistern. Dem Streuen von relevantem Content durch Angestellte und CEOs einer Organisation kommt in diesem Zusammenhang eine wichtige Bedeutung zu. Authentische und durchdachte Beiträge wecken Neugierde und Interesse an der Marke. Ein anderen User hat auf den Blogpost reagiert? Wunderbar! Erfolgt eine anschließende Konversation zum richtigen Zeitpunkt und löst das Problem des Interessenten, steht einem erfolgreichen Social Selling nichts mehr im Wege. Du siehst, es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Employee Advocacy und Social Selling.

Fazit:

Employee Advocacy ist ideal, um sich als attraktive (Arbeitgeber-) Marke im Netz zu positionieren, sowie um potenzielle Kunden von den eigenen Produkten und Angeboten zu überzeugen. Die Marke erhält online ein menschliches Gesicht, die sie kompetent und vertrauenswürdig macht. Unverzichtbar, um langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen! Vielleicht für dich noch ein wichtiger Punkt bei deiner Content Marketing Planung für 2018?

Iris Staron

Iris kommt ursprünglich aus dem Brand Marketing der Konsumgüterindustrie und ist seit 2014 mit viel Herzblut als freie Online-Texterin tätig. Zum Portfolio der Diplom-Kauffrau (FH) zählen Blogbeiträge, Fach- oder Ratgeberartikel, sowie Web-Texte rund um die Themen Content Marketing, Food, Lifestyle, und Familie. Mehr dazu auch auf www.diemarkenmacherin.de

Bildnachweis: Subscription_Monthly_M
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