Snack Content: Mehr als nur ein Trend!

Wer häufig auf Social-Media-Plattformen und anderen Seiten im Internet surft, dem wird Snack Content sicherlich schon aufgefallen sein. Immer mehr Publisher und Unternehmen setzen im Online-Bereich auf diese Content-Variation. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Snack Content sind kurze Inhalte, die einfach zu produzieren, angenehm und flexibel zu konsumieren und leicht zu teilen sind.

Studien legen nahe, dass die Aufmerksamkeitsspanne von Internetnutzern in den letzten Jahren stetig abgenommen hat. Die Zeit, die wir uns gerade aufpoppenden Meldungen und neuem Content widmen, auch um zu entscheiden, ob wir tiefer in die Materie einsteigen möchten, nimmt also ab. Grund dafür ist die Fülle an Inhalten, denen wir uns täglich aussetzen. Das Gehirn versucht daher in immer kürzeren Zeitspannen zu entscheiden, ob ein Inhalt für uns interessant erscheint oder nicht. Mit Snack Content, also leicht verdaulichen Inhalten, kommen werbende Unternehmen diesem Trend entgegen

Gif im Content Marketing Snack Content

Was ist Snack Content? 

Snack Content erscheint in vielerlei Formen. Miteinander gemeinsam haben alle Formen, dass sie kompakt gehalten sind. So sind sie vom Publikum schnell erfassbar. Längere Inhalte haben vor allem im Bereich von Social Media immer seltener die Möglichkeit, beachtet zu werden. Daher gilt es, mit kurzen, knappen Meldungen und aufbereiteten Inhalten die Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen.  Dabei stehen verschiedene Stilmittel zur Verfügung:

  • Video Content
  • Fotos
  • Animationen
  • Informative Grafiken
  • Live Content
  • Memes
  • Zitate
  • Kurze Blogartikel
  • uvm.

Um Content Snacks zu erzeugen, stehen somit viele unterschiedliche Variationen zur Verfügung. Diese lassen sich natürlich auch abwechselnd einsetzen. Was auch praktiziert werden sollte, um die Postings auf die unterschiedlichen Präferenzen von Fans und potenziellen Neukunden abzustimmen. Darüber hinaus eignet sich nicht jede Kommunikationsform auch für jede Plattform, wo diese veröffentlicht wird.

Was gibt es sonst noch über das Thema zu wissen? Dazu beantworten wir euch folgende Fragen: 

  • Wie erstelle ich Snack Content?
  • Wie erhalte ich die Aufmerksamkeit meiner Zielgruppe in Sekundenschnelle?
  • Welche Vor- und Nachteile hat Snack Content?
  • Wie verwende ich Content Snacks richtig?

Wie erstelle ich Snack Content? 

Snack Content bringt einen entscheidenden Vorteil mit sich – er lässt sich nämlich mit vergleichsweise geringem Aufwand produzieren. Zur Produktion bieten sich Meme-Generatoren, einfache Schnittprogramme und Grafikprogramme sowie die zahlreichen bereits vorhandenen Funktionen von Facebook, Tumblr, Pinterest und anderen Plattformen an. Selbst eine Smartphone-Kamera reicht aus, um ein kurzes Video zu erstellen und direkt hochzuladen oder ein Foto im Feed der Zielgruppe zu platzieren.

Auch Live Content wird immer beliebter und wird etwa von der Facebook-Livefunktion unterstützt. Kurze Videos von wenigen Sekunden genügen bereits, um eine Botschaft auszusenden. Mit etwas Glück werden sie sogar viral und erreichen eine große Menge an potenziellen Kunden. Für die Erstellung von Infografiken braucht es meist etwas mehr Vorlauf. Alleine schon, um die Informationen zusammenzutragen, die darin aufscheinen sollen.

Die Aufmerksamkeit der Zielgruppe in Sekunden erhaschen 

Egal, welche Form gewählt wird, um Snack Content zu verbreiten. Wichtig ist, dass es gelingt, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe innerhalb weniger Sekunden für sich zu gewinnen. Denn nur so rücken im Weiteren auch Werbebotschaft und Marke in das Bewusstsein der potenziellen Kundinnen und Kunden.

Damit das gelingt, solltet ihr vor der Produktion von Snack Content ganz klar abstecken, wofür sich eure Zielgruppe überhaupt interessiert und auf welche Reize, Bilder, Worte diese anspricht. Auch wenn Snack Content sich in wenigen Sekunden konsumieren lässt und auch die eigentliche Contenterstellung wenig Aufwand mit sich bringt, lohnt es sich dennoch, die Sache langfristiger und bedachter anzugehen, um den einzelnen Aktionen eine sinnvolle Gesamtstrategie zu unterlegen.

Vielfach eignet sich Content beispielsweise, um daraus eine Reihe bzw. Serie zu gestalten. Mehrere Postings werden dann entsprechend zusammengefasst und erregen somit die Aufmerksamkeit des Publikums. Auch saisonale Themenschwerpunkte lassen sich vorausplanen.

Welche Vor- und Nachteile hat Snack Content? 

Snack Content bringt eine Reihe von Vorzügen mit sich. Diese Form von Online-Inhalten kommt vor allem der Entwicklung entgegen, dass immer mehr Menschen mobil surfen und dies vorwiegend auf Smartphones und ähnlichen Geräten tun. Doch auch auf Notebooks und Desktop-PCs bringen die leicht verdaulichen Snacks zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Einfache Produktion
  • Schonung des Werbebudgets
  • Schüren von Neugier
  • Geeignet für den mobilen Konsum
  • Hohes virales Potenzial

Der Snack Content ist damit sehr gut geeignet, um immer wieder in sozialen Medien eingestreut zu werden und damit auf die Marke und die Angebote hinzuweisen. Damit können weitaus mehr Kontaktpunkte zwischen Unternehmen und Kunden geschaffen werden, als es mit aufwändiger produziertem Content möglich wäre. Der Snack Content bietet in Zeiten gesunkener Aufmerksamkeitsspannen damit ein ideales Mittel, um ein Image zu kreieren und zu fördern.

Wo Vorteile sind, da sind selbstverständlich auch Nachteile. Auch bei Snack Content ist dies natürlich der Fall. So eignen sich die leicht verdaulichen Happen zwar sehr gut, um Aufmerksamkeit zu generieren, doch es bleibt meist bei dem Unterhaltungsfaktor, der Klicks auf die Webseite erzeugen soll. Komplexere Materien lassen sich mit dieser Werbeform häufig nicht mehr so einfach kommunizieren. Hier können die Snack-Inhalte lediglich die Initialklicks schaffen, die dazu animieren sollen, auf einer Webseite einen längeren Blogartikel durchzulesen oder ein längeres Video anzusehen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Marke oder die eigentliche Botschaft in den Hintergrund rückt, während der Unterhaltungswert für die Zielgruppe entscheidend ist. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich die User täglich eine Vielzahl ähnlicher, unterhaltsamer Inhalte ansehen, steigt die Gefahr, dass nicht mehr richtig nachvollziehbar ist, wer eigentlich Urheber des Contents war. Eine gute Maßnahme, um dies zu vermeiden, besteht darin, die Snacks in eine größere Kampagnenstrategie zusammen zu fassen. Sind die Clips, Fotos oder auch textbasierte Snacks immer ähnlich aufgebaut, gelingt es den Konsumenten leichter, auszumachen, wer hinter der Veröffentlichung steckt, da der Wiedererkennungswert erhöht wird.

So verwendest du deine Content Snacks richtig

Um Snack Content richtig einzusetzen, ist es wesentlich, zu verstehen, worum es bei dieser besonderen Kommunikationsform geht. Es ist entscheidend zu wissen, dass die Snacks eher dazu dienen, Appetit auf mehr zu machen, als bereits ein Produkt zu verkaufen. Die kleinen Häppchen sollen neugierig machen und auffallen. Im besten Fall lösen sie eine Frage bei der Zielgruppe aus, deren Antwort sie auf der Webseite des Urhebers erwarten. So lassen sich Klicks schaffen, die dann später in Umsätze umgemünzt werden können.

Wer den Fehler begeht, die Snacks zu werbelastig zu gestalten, begibt sich in Gefahr, ignoriert zu werden. Die kurzen Beiträge sollen die Zielgruppe bei Laune halten und die Marke wieder in Erinnerung rufen. Um tatsächlich Verkäufe abzuschießen, sollten hingegen wiederum eher andere Mittel gewählt werden. In jedem Fall lässt sich Snack Content aber in eine große Kampagne einbinden. Dann wirkt dieser auch am besten und wird verstärkt wahrgenommen.

Ein Medium, wo die Snacks ebenfalls zum Einsatz kommen können, ist der eigene Blog. Denn gerade hier tendieren viele Blogger eher zu längeren Artikeln. Vor allem, da sie möglichst viele Informationen unterbringen möchten und auch die Verweildauer der User im Hinterkopf haben. Doch was spricht dagegen, ab und zu auch mal nur einen kurzen Artikel einzustreuen. Während die Besucher bei langen Artikeln oft nicht die Zeit haben, diesen im Detail bis zu Ende zu lesen und ihn nur überfliegen, ist die Situation bei kurzen Blogtexten anders. Hier ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass die Leser den gesamten Artikel bis zum Schluss lesen. Außerdem wird damit das Verhalten der Follower beeinflusst. Wer schon einige Male kürzere Artikel gelesen hat, ist irgendwann auch einmal verleitet, sich längere Texte zu Gemüte zu führen.

Häufige Fragen

Einzelner Content oder Kampagne mit Fortsetzung?

Ja was denn nun? Ob in Form von einzelnem Content oder Häppchen als Teile einer Fortsetzungskampagne. Wichtig ist, was man macht, mit System zu machen und nicht wahl- und ziellos mit Snacks „drauf los zu feuern“. Denn ein Großteil solcher Postings, die nach dem „fire-and-forget“-Prinzip veröffentlicht werden, verpuffen schlichtweg einfach und werden schnell wieder vergessen.

Was ist das Ziel von Snack Content?

Ganz kurz gesagt: Aufmerksamkeit.

Doch mit Snack Content können mehrere Ziele verfolgt werden. Zum einen eben die Aufmerksamkeit, die Snack Content auf sich ziehen soll. Und er soll neugierig machen auf mehr. Idealerweise neugierig auf mehr aus deinem Unternehmen. Und zum anderen sollen Content Snacks die Rezipienten und Rezipientinnen unterhalten. Das führt im besten Fall dazu, dass bei den Usern ein gutes Gefühl, Sympathie im Zusammenhang mit der eigenen Marke geschaffen wird – und eine Bindung zu dieser Marke entsteht.

Und Snack Content kann außerdem Verführer sein, ein Lockmittel, um User auf die Unternehmenswebseite zu locken. Und in weiterer Folge dazu zu bringen, sich auch mit längeren Inhalten zu beschäftigen.

Gif im Content Marketing Snack Content Leonardo di Caprio

Abschließend

War der Artikel hilfreich? Habt ihr Fragen? Über Kommentare freuen wir uns natürlich!

Auch wenn Snack Content in erster Linie dazu dient, kurzfristige Aufmerksamkeit zu erzeugen, sollten besagte Content Pieces immer Teil einer langfristigen Content Strategie sein. Mit contentbird entwickelst und verwaltest du deinen Content-Marketing-Workflow von der Recherche bis zur Analyse. Und hier kannst du es kostenlos testen.

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Wolfgang Stricker

Wolfgang Stricker

Wolfgang Stricker ist selbständiger Texter, Autor und Verleger. Der kreative Freidenker mit pannonischen Wurzeln hat schon früh die Leidenschaft zum Schreiben entdeckt. 2008 gründete er die Textagentur officeworx mit Schwerpunkt SEO-Texterstellung. 2014 folgte der Buch- und Ebookverlag serendii publishing. Mehr dazu unter officeworx.at.

Bildnachweis: Titelbild by contentbird
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