Blogcast im Content Marketing – so gelingt dir ein guter Start!

Vielleicht denkst du jetzt:

„Wieder so ein neues Buzzword. Entweder Blog oder Podcast, und das richtig oder gar nicht!“

Recht hast du!

Du solltest dir jedoch die Stärken dieser beiden Partner in Form eines Blogcasts zu Nutze machen. Warum? Ganz einfach, weil du deine Community glücklich machst und Inhalte mit echtem Mehrwert zur Verfügung stellst. Mit etwas Übung und den passenden Hilfsmitteln erzeugst du ein neues Content Format, das Leser (Hörer) in jedem Alter komfortabel in jeder Alltagssituation konsumieren können.

Wie dir das gelingt, liest du hier:

Fact Check: Das solltest du zum Thema Blogcast wissen

Neben Whitepaper, Webinaren und Infografiken erobert ein neues Content Marketing Format die Businesswelt: der Blogcast! Das Team aus Blog und Podcast hilft dir dabei, dich gezielt vom Wettbewerb abzugrenzen und mit deinem Blog für Aufmerksamkeit zu sorgen. Also auf alle Fälle ein Format, das in deiner Content Marketing Strategie 2019 nicht fehlen darf!

Das Schöne: Der Aufwand für die Produktion der Blogcasts ist überschaubau und selbst für Anfänger problemlos realisierbar. Lass deine Online-Texte von einer sympathischen, natürlichen Stimme vorlesen. Anschließend stellst du die geschnittene Audiodatei via Streamingdienst zur Verfügung. Der Leser kann dann selbst entscheiden: jetzt anhören oder für später downloaden. So ganz nebenbei in Bus, Bahn oder beim Kochen sein Wissen erweitern. Eine feine Sache!

Der große Vorteil: Der Blogcast kommt ohne Umwege auf den Punkt und vermittelt Expertenwissen auf unkomplizierte Weise. Deine Nutzer erhalten Antworten auf ihre Fragen. Sie nehmen dich als Experte in deinem Fach wahr und steigen mit Vorfreude in den nächsten Artikel ein.

Podcast vs. Blogcast: was ist besser?

Es kommt darauf an, welchen Mehrwert du deinen Lesern bieten möchtest, wie ein Podcast zu deiner Marketing Strategie passt und natürlich welche Ressourcen dir zur Verfügung stehen. Ein eigner Corporate Podcast bietet dir ausreichend Raum, fachliche Zusammenhänge zu erklären. So schaffst du in deiner Zielgruppe Verständnis für die Entwicklung neuer Produkte, sowie für die allgemeine Vorgehensweise im Unternehmen.

Die „Radiosendung fürs Internet“ muss dafür professionell produziert sein, ein roter Faden sollte in den einzelnen Sendungen erkennbar sein. Oft bauen Podcast Serien strategisch aufeinander auf und führen Schritt für Schritt tiefer ins Thema. Du siehst: ohne Konzeption und Strategie kommst du da nicht weit. Unterhaltsam zu erzählen oder spannende Dialoge aufzubauen, erfordert schon einiges an Expertise auf diesem Gebiet.

Der große Pluspunkt am Blogcast: die Inhalte liegen zu 99 Prozent bereits vor und du brauchst dir keine Gedanken über den redaktionellen Aufbau mehr zu machen. Wenn du einen Corporate Blog betreibst, brauchst du deinen Artikeln nur noch eine „Stimme“ zu geben. Kannst direkt mit dem Vertonen starten bzw. mehrere Beiträge bei einem erfahrenen Sprecher in Auftrag geben.

Bei rein technischen Texten oder gar Betriebsanleitungen wird das eher schwierig. Zu komplex sollte der zu vertonende Beitrag nicht sein, damit der User nicht die Lust am Zuhören verliert. Doch selbst „trockene“ Themen können Spaß machen, wenn sie professionell vorgelesen und mit einer Prise Humor hübsch verpackt werden.

Was brauchst du, um mit einem Blogcast zu starten?

Aufnehmen, schneiden, hochladen – fertig ist deine erste Blogcastproduktion! Dafür benötigst du lediglich ein gutes USB-Mikrofon, deinen Laptop oder PC und eine Aufnahmesoftware. Wenn du ein USB-Mikrofon verwendest, erfolgt die Aufnahme direkt in der Software.

Zu den am meisten verwendeten Schnittprogrammen zählt zum Beispiel Audacity. Damit kannst du komfortabel die Datei schneiden, den Klang verändern, Musik einspielen oder die Abspielgeschwindigkeit anpassen. Auch lassen sich störende Hintergrundgeräusche rausfiltern.

Nachdem du die Audiodatei aufgenommen hast, muss sie in ein passendes Audioformat komprimiert werden. In der Regel als MP3 Format oder wma (Windows Media Audio). Gute Schnittsoftware gibt es auch als Freeware-Version.

Anschließend kannst du deinen Blogcast auf deinem Firmenblog, auf deinem YouTube Channel oder einem Podcast-Verzeichnis wie podcast.de oder narando.de hochladen. Natürlich bieten sich auch bekannte Plattformen wie Spotify oder Soundcloud an. 

Tipps für erfolgreiches Blogcast Seeding:

  • Nutze deinen Mailverteiler und informiere deine Kunden und Interessenten, sobald ein neuer Blogcast zur Verfügung steht
  • Für eine gute Sichtbarkeit gehört dein Blogcast auf alle Fälle ins iTunes-Verzeichnis
  • Auch über den Amazons Alexa Voice Service sollte dein Beitrag auffindbar sein
  • Nach dem Einstellen bei z. B. Soundcloud kannst du die Audiodatei gezielt bei Facebook, Twitter oder Youtube teilen
  • Du erhälst über Kommentare und Likes wertvolles Wissen über deine Zielgruppe, die du für die nächste Produktion nutzen kannst
  • Die Plattformen bieten dir die Möglichkeit, deine Dateien im Mediaplayer komfortabel auf Blog oder Website einzubinden, z. B. auf Kategorieseiten oder FAQs
  • Im B2B Marketing sind XING oder LinkedIn die besser Wahl, um neue Hörer zu erreichen
  • baue dein Netzwerk zu Nischen-Partnern, Influencern und Meinungsfühern in deinem Fachgebiet aus und stelle ihnen regelmäßig neue Audi-Perlen zur Verfügung

Worin liegen die Vorteile eines Blogcasts für dein Content Marketing?

Ein gesprochenes Wort wirkt authentisch und baut leichter Nähe und Vertrauen zu Interessenten auf. Eine Studie des ARD-Vermarkters AS&S kam zu dem Ergebnis, dass 15 Prozent der Deutschen jede Woche Podcasts konsumieren und ca. 90 Prozent sie tatsächlich zu Ende hören. Übertragen auf den Blogcast stehen die Chancen demnach gut, dass deine Inhalte mehr „Gehör“ finden.

Kurz und knapp: du erreichst mit dem neuen Content-Format insgesamt mehr Hörer und Leser als zuvor. Warum? Weil dein Content nun zusätzlich außerhalb deines Blogs auffindbar ist. Du stellst Inhalte mit echtem Mehrwert zur Verfügung, die einfach „to-go“ konsumiert werden können.

Wer auf Blogcasts setzt, trifft den Zahn der Zeit und reagiert als Marke flexibel auf Kundenbedürfnisse. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Beitrag bis zu Ende „gelesen“ wird, steigt. Der User beschäftigt sich intensiver mit dir und deinen Angeboten. Zudem ermöglichst du auch sehbehinderten Menschen einen Zugang zu deinem Content.

Dein Content Marketing ist KPI getrieben? Dann geben dir viele Streamingdienste zusätzlich gute Analysetools an die Hand. Du erfährst so, wie lange ein Blogcast gehört, oder an welcher Stelle er abgebrochen wurde. Wichtige Anhaltspunkte für die zukünftige Contenterstellung.

So klappt dein Einstieg ins Audiomarketing:

  • Eine menschliche Stimme schafft Authentizität
  • Denke schon beim Schreiben der Beiträge an die spätere Vertonung
  • Je höher die Lesezeit des Beitrags, desto mehr lohnt sich eine Audio-Version
  • Evergreen-Content, wie Ratgeber oder Reportagen bieten sich an
  • Rede nicht nur über dich und deine Marke
  • Denke an den Nutzen für die Hörer
  • Achte auf die korrekte Aussprache von Namen, Fachbegriffen, gerade bei fremdsprachigen Wörtern
  • Erkläre Sachverhalte und Zusammenhänge so einfach wie möglich
  • Spreche langsam, aber nicht eintönig
  • Eine klare Betonung, Aussprache und angenehme Lesegschwindigkeit mit kurzen Pausen empfinden die Hörer als angenehm
  • Teste im Vorfeld, welche Sprachmeldodie passt
  • Prüfe, ob bei einzelnen Artikeln der Wechsel zwischen Männer- oder Frauenstimme die gewünschte Spannung erzeugt
  • Kreiere einen auffälligen Audio-Player in unmittelbarer Nähe des Headerbilds
  • Auch an den „Später anhören“ oder „Download“ Button denken
  • Überlege, welcher Jingle zu deiner Marke passt und dich vom Wettbewerb abgrenzt
  • Entferne Rauschen im Hintergrund mit Hilfe der Aufnahmesoftware

Wichtig: Das alles bringt natürlich recht wenig, wenn niemand weiß, dass du die Vorlesefunktion auf deinem Blog anbietest. Promote daher deine Audio-Dateien unbedingt via Social-Media, Newsletter oder RSS-Feed!

Damit deine Blogcasts zum unverkennbaren Markenzeichen werden, solltest du sie dennoch zuvor strategisch konzipieren und verschriftlichen. Mit der contentbird Workflow-Plattform bildest du alle Content-Marketing-Prozesse auf einer Ebene ab und wirst Schritt für Schritt zum Content-Profi. Sowohl auditiv als auch textlich. Teste sie also noch heute. 

contentbird Free Trial

Von den besten Blogcasts lernen:

Daimler-Blog:

Ein Pionier unter den Corporate Blogs. Alle Blogbeiträge werden dem User auch als Audiodatei angeboten. Unter dem großen Headerbild befindet sich der Player. Auch in der Narando-App kannst du dir die neusten Artikel aus dem Hause Daimler sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt anhören.

narando.de:

„Hör´s doch!“, so die Plattform. Einfacher gehts nicht. Du kannst dir eine individuelle Hörliste für unterwegs anlegen, die du Stück für Stück „durcharbeitest“. Oder lässt die gewünschten Artikel direkt abspielen. Ob beim Autofahren oder der morgendlichen Joggingrunde durch den Park: mit narando können deine Kunden Inhalte konsumieren, wann es ihnen zeitlich am besten passt.

Wer liest da vor und wie funktioniert das genau? Dazu ein Kommentar von Benjamin Brückner, freiberuflicher Vorleser, zur Funktionalität der Vorlese-App narando:

„Bei narando arbeite ich freiberuflich als Vorleser. Das bedeutet, dass ich via Slack automatisch eine Info bekomme, dass aus einem Pool von verschiedenen Kunden (Daimler, Der Postillon, Gründerszene) einer oder mehrere Artikel zur Vertonung bereitstehen.

Wenn ich den jeweiligen Artikel vertonen will, bestätige ich dies über eine Software, vertone und schneide dann an meinem Computer mit Audacity, mische das Ganze via Auphonic ab und lade die Datei bei narando hoch. Diese wird dann redaktionell geprüft und freigegeben. Ab sofort ist dann der vorgelesene Artikel im Beitrag selbst eingebettet und lässt sich mit der narando-App hören.“

golem.de: IT-News für Profis

Das multimediale Online-Magazin berichtet über die IT- und Technik-Trends von übermorgen. Seit der Gründung im Jahr 1997 hat es sich zu dem Medium für Entscheider und Meinungsführer im IT-Umfeld entwickelt. Wie im Bild unten zu erkennen, folgt dem Teaser der „Vorlese-Button“ an prominenter Stelle.

Mein Fazit:

Professionell produziert hat ein Blogcast die Power, einem Corporate Blog und seiner Community neuen Auftrieb zu geben. Die Chancen stehen gut, dass er im neuen Jahr zum favorisierten Content Marketing Format heranwächst. Für alle Beteiligten entlang des Content Marketing Prozess sicherlich eine spannende neue Herausforderung, für die weiterhin einzigartiger Qualitätscontent eine solide Basis bildet. Der Aufwand hält sich zum Glück in Grenzen – probiere es am besten einfach aus!

Iris Staron

Iris kommt ursprünglich aus dem Brand Marketing der Konsumgüterindustrie und ist seit 2014 mit viel Herzblut als freie Online-Texterin tätig. Zum Portfolio der Diplom-Kauffrau (FH) zählen Blogbeiträge, Fach- oder Ratgeberartikel, sowie Web-Texte rund um die Themen Content Marketing, Food, Lifestyle, und Familie. Mehr dazu auch auf www.diemarkenmacherin.de

Bildnachweis: Titelbild by contentbird
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