Wie 5G Handys das Content Marketing verändern werden

5G Handys bereiten die nächste Stufe des mobilen Internets vor. Davon sind viele Experten der Telekommunikations-Branche überzeugt. Der 5G-Standard soll auch in Deutschland bald das LTE-Netz ablösen und damit deutlich höhere Datenraten ermöglichen, die WLAN-Netze vielerorts unnötig machen könnten.

Sind dann erst einmal ausreichend 5G-fähige Smartphones im Umlauf, wird sich auch der online gebotene Content verändern. Denn zweifelsfrei wird der neue Standard für Mobilfunk auch Folgen für das Content Marketing haben.

Folgende Fragen zum Thema 5G Handys und Content Marketing beantworten wir euch in diesem Artikel: 

  1. Was ist der 5G-Standard und was wird sich verändern?
  2. Welche Chancen bietet der neue 5G-Netzstandard?
  3. Was ändert sich dadurch im Content Marketing?

Was ist der 5G-Standard? 

5G soll eine neue Art der Datenübertragung im Mobilfunk mit sich bringen und so gleichzeitig nie zuvor gesehene Maßstäbe setzen. Von bis zu 10.000 Mbit pro Sekunde ist dabei die Rede, womit 5G den bisher schnellsten 4G-Standard um das bis zu 100-fache übertreffen würde.

Kein Wunder, dass die großen Hersteller wie Samsung, Huawei und auch Apple mit seinem iPhone bereits an passenden 5G Handys tüfteln. Denn die Möglichkeit zu ultraschnellem, mobilem Internet hat definitiv Potenzial zum Verkaufsargument Nr. 1 aufzusteigen.

Die neue Technik soll darüber hinaus bis zu 1000-fach höhere Kapazitäten besitzen, sodass Verbindungsabbrüche seltener werden. Die Latenzzeiten lassen sich auf ein Minimum von Pings unter einer Millisekunde reduzieren. Und auch der Stromverbrauch pro geladenem Bit soll sich dabei drastisch reduzieren.

Quelle: Info-Grafik der LTE-Anbieter-Info zur Entwicklung der Datenraten seit 1996

Schon in der Vergangenheit hat der Mobilfunksektor in Deutschland mehrere Entwicklungsstufen durchgemacht. Von GPRS über Edge und UMTS haben sich die Leistungskapazitäten und Datengeschwindigkeiten auch über HDSPA und LTE stetig gesteigert. Jedes Mal waren in der Folge auch Veränderungen in den Anwendungen zu verzeichnen.

Bei 5G werden diese besonders deutlich werden. Denn dieser Mobilfunkstandard bringt nicht nur Vorteile für klassische Webanwendungen, die weitaus schneller geladen werden können. Auch vernetzte Fabriken und autonom fahrende Autos sind auf leistungsfähige und stabile Datenübertragung angewiesen. 5G stellt somit die Grundlage für die Schlüsselindustrien der Zukunft dar.

Ein Grund mehr, warum die Vorstände und Geschäftsführer führender deutscher Unternehmen den raschen und flächendeckenden Netzausbau fordern und fördern… 

20 CEOs fordern Netzausbau

Die Bundesregierung will 5G gemeinsam mit der Bundesnetzagentur durch eine Zusammenarbeit vieler regionaler Partner auf die Beine stellen. Sogar einzelne Industrieunternehmen, die nicht zwingend aus dem Bereich Telekommunikation kommen müssen, sollen ihre eigenen Netze errichten dürfen.

Mehrere Konzernchefs haben bereits ihre Befürchtungen geäußert, dass der Traum von einer vernetzten Wirtschaft in Deutschland durch diese Strategie gefährdet wird und man international ins Hintertreffen geraten könnte. So ist etwa Helmut Matschi, Vorstand von Continental überzeugt:

„Eine rasche und möglichst flächendeckende Bereitstellung von 5G als schnelles, breitbandiges und zuverlässiges mobiles Datennetzwerk ist für die Zukunft in der Automobilindustrie ein Faktor von zentraler Bedeutung.“

Auch Alexander Sixt, Strategie-Vorstand des Autoverleihers Sixt schlägt in dieselbe Kerbe:

 
„Wir wollen unsere 250.000 Fahrzeuge ohne lästige Unterbrechungen miteinander verbinden. Dafür ist ein flächendeckendes 5-G-Netz essentiell.“

Für eine solche Vernetzung wäre es nicht ausreichend, nur in Ballungsräumen auf 5G zugreifen zu können, sondern unbedingt auch auf dem Land.

Die Forderungen nach einem schnellen Ausbau werden auch von Unternehmen wie VW, Audi, Deutsche Bank oder Commerzbank unterstützt. Die Wirtschaft sieht mit Besorgnis, dass die Telekommunikations-Anbieter zwar über 5G sprechen, jedoch noch viel zu wenig tun.

Anstatt den Ausbau dieser Schlüsseltechnologie bereits zu planen, ginge es den Telekom-Unternehmen nach Ansicht führender deutscher Unternehmen darum, Ausbauverpflichtungen aufzuweichen. Die Bundesregierung lasse sich davon zu stark beeinflussen.

Welche Chancen bietet der neue 5G-Netzstandard?

Dass der 5G-Standard kommen wird, ist somit ziemlich klar, auch wenn noch nicht genau feststeht, in welcher Form. Auf das superschnelle Netz werden jedoch nicht nur Industriebetriebe und intelligent vernetzte Fahrzeugflotten zugreifen können. Sondern vor allem auch Millionen Nutzer über ihr 5G Handy, die über passende Tarife verfügen, wie sie von Vodafone, Telekom und Co. mit Sicherheit bereits vorbereitet werden.

Vor wenigen Jahren erst hat die Zahl der Internet-Zugriffe über mobile Geräte in Deutschland die Zahl der Zugriffe über Standgeräte überschritten. Das Internet ist somit mobil. Mit der erneuten Geschwindigkeitssteigerung wird sich jedoch auch die Art der Nutzung nochmals ändern. Vor allem wird sich der Datenaustausch in beide Richtungen nicht nur beschleunigen, sondern auch vervielfachen.

In der Folge wird auch Content Marketing eine neue Ära betreten…

Was ändert sich für mein Content Marketing?

Die Einführung des 5G-Standards hat zweifelsohne auch Auswirkungen auf Aktivitäten im Content Marketing. Deutlich schnelleres Internet auch im mobilen Netz erlaubt es, weitaus aufwändigere Webseiten einzusetzen. Lange Ladezeiten wird es auch bei stark medial aufbereiteten Webseiten nicht mehr geben.

So lässt sich auch verstärkt mit Content Marketing Videos arbeiten. Videodateien werden auch 2018 noch eher gemieden, da sie die Performance der Seite beeinträchtigen können. Vor allem Landingpages, bei denen es darum geht, eine flüssige User Experience zu gestalten, sind daher bislang meist eher schlank gehalten.

In Zukunft lässt sich hier jedoch verstärkt mit Medien arbeiten. Insbesondere sollte dabei viel mehr Rücksicht auf Wischgesten und die Steuerung auf Smartphones Wert gelegt werden. 

Mehr Echtzeit-Daten als je zuvor

Die neue Mobilfunk-Generation erlaubt es, hoch auflösende Bilder und Videos schneller als je zuvor zu laden und abzuspielen. Und das ganz ohne spürbare Verzögerung. Speziell die Tatsache, dass 5G im Gegensatz zu LTE weitaus größere Anwendung in der Industrie und in so gut wie allen Bereichen des täglichen Lebens haben wird, bietet auch neue Potenziale für den Bereich des Content Marketings.

Denn somit wird jedes vernetzte Gerät nicht nur zur Empfangsstation für Daten, sondern auch zur Sendestation dieser. Der ganze Prozess des Wandels wird nicht von heute auf morgen geschehen. Doch Smartphones werden wahrscheinlich in Zukunft nur mehr eines von unzähligen „Devices“ sein, die Content Marketer in ihre Strategien mit einbeziehen.

Intelligent gesteuerte Straßenlaternen etwa, die nur dann leuchten, wenn sich auch tatsächlich Menschen auf der Straße befinden, könnten somit auch Daten über die Frequenz der Passanten in dieser Straße weiterleiten. Ebenso können selbstfahrende Autos Daten über die aktuelle Verkehrssituation jederzeit weiterleiten. Somit lässt sich zum Beispiel feststellen, ob im Umfeld um den eigenen Standort gerade eine ungewöhnlich hohe Frequenz an Verkehrsteilnehmern oder Passanten vorhanden ist.

Ist die Ursache für die höhere Besucherfrequenz der Straße zum Beispiel ein Flohmarkt? Oder vielleicht eine Hausbesichtigung? Möglicherweise auch die Neueröffnung eines Restaurants um die Ecke? All diese Daten lassen sich in Echtzeit nutzen, um Marketing-Kampagnen daraus zu schnüren. Und um exakt jene Personen zu erreichen, die sich gerade in der Nähe, etwa eine Straße weiter tummeln. Einfach eine Einladung mit Gutscheincode für einen Coffee to go auf deren Smartphones gesendet und schon lassen sich diese auch ins eigene Café locken.

Der Kühlschrank wird zum Vertriebspartner

Was, wenn auch intelligente Kühlschränke in Zukunft genau wissen, welche Lebensmittel bald ausgehen? Und auch, welche Geschmacksrichtungen von den Bewohnern eines Haushaltes bevorzugt werden? Auch diese Daten könnten von Firmen gesammelt werden, und zwar von einer hohen Zahl an Haushalten. Und diese Daten können dann nach Kategorien gefiltert werden.

Anschließend können genau diesen Hausgemeinschaften Vorschläge für ihre Einkaufsliste in Form von Display-Werbung oder direkt in ihrem bevorzugten Online-Lebensmittelshop gemacht werden. Passend zu den Vorlieben der dazugehörigen Bewohner. So gelingt es auch leichter, genau die Menschen zu erreichen, die sich zum Beispiel für die im Blog des Unternehmens veröffentlichten Rezept-Ideen interessieren. Gleichzeitig lässt sich der Blog Content noch exakter an die Präferenzen der Zielgruppe anpassen, da das Einkaufsverhalten dem Unternehmen ja genau bekannt ist.

Big Data steckt somit gerade erst in den Kinderschuhen. Dank 5G und dem Internet of Things wird es Unternehmen gelingen, Zielgruppen immer granularer und gezielter ansprechen zu können. So müssen keine Streuverluste mehr hingenommen werden.

Welche Veränderungen im Content Marketing der Zukunft anstehen, wird somit sehr stark von der Branche und dem angebotenen Produkt beziehungsweise der angebotenen Dienstleistung abhängen. In vielen Fällen wird sich die Content-Strategie an sich nicht großartig verändern. Mit dem Unterschied, dass eine weitaus höhere Anzahl an Daten in die Content Produktion mit einfließen kann.

Schon heute greift contentbird auf verschiedene Datenquellen zu und bündelt diese Daten übersichtlich, um die Qualität von Content zu optimieren. Welche Veränderungen noch mit einem immer schneller werdenden mobilen Netz für das Content Marketing einhergehen, haben wir übrigens in einem praktischen Kurs für dich zusammengefasst. Melde dich noch heute zur Content Marketing Academy an und profitiere vom geballten Praxis-Wissen unseres Experten-Coachs Robert Weller.

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Abschließend

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Wolfgang Stricker

Wolfgang Stricker

Wolfgang Stricker ist selbständiger Texter, Autor und Verleger. Der kreative Freidenker mit pannonischen Wurzeln hat schon früh die Leidenschaft zum Schreiben entdeckt. 2008 gründete er die Textagentur officeworx mit Schwerpunkt SEO-Texterstellung. 2014 folgte der Buch- und Ebookverlag serendii publishing. Mehr dazu unter officeworx.at.

Bildnachweis: Titelbild by contentbird
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